Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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ren, der für ſo viele Völker ein Bedürfniß iſt. Wir haben uns demnach entſchloſſen, einen Waffen⸗ ſtillſtand oder Waffenruhe mit der ruſſiſchen und preußiſchen Armee für die ganze Dauer des Con⸗ greſſes zu ſchließen.

Da wir gern die Schlacht vermeiden möch⸗ ten, welche durch die von dem Feinde eingenom⸗ mene Stellung unvermeidlich ſcheint, und der Menſchheit eine Vergießung unnützen Blutes er⸗ ſparen wollen, ſo iſt unſere Abſicht, daß Sie ſich auf die Vorpoſten begeben, wo Sie verlangen ſol⸗ len, zu dem Kaiſer Alexander geführt zu werden, um ihm dieſen Vorſchlag zu machen, und jede mi⸗ litairiſche Convention, welche eine Aufhebung der Feindſeligkeiten zum Zwecke haben könnte, zu un⸗ terhandeln, zu ſchließen und zu unterzeichnen.

Zu dieſem Ende ſchreiben wir Ihnen dieſen geheimen Brief, um denſelben, wenn er von Ihnen verlangt werden ſollte, als Vollmacht gebrauchen zu können.

Außerdem bitte ich Gott, er möge Sie in ſeinen gnädigen Schutz nehmen.

Napoleon.

In Verlauf weniger Stunden ritt der Kaiſer der Franzoſen, umgeben von ſeinen Marſchällen und Generalen, aus den Thoren von Dresden auf der Straße nach Bautzen. Der König von Sachſen gab ſeinem kaiſerlichen Gaſte das Geleit bis jenſeit des Linke'ſchen Bades. Der Tag war heiß und ein Staub zum Erſticken. Napoleon ritt eine lange Zeit nach⸗ denkend voraus. Dann rief er Caulaincourt an ſeine Seite und unterhielt ſich mit ihm faſt während des ganzen Marſches.