Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Der Gerufene trat nach wenig Minuten in's Ca⸗ binet. Dieſer Offizier, der wegen ſeiner großen geo⸗ graphiſchen Kenntniſſe und ſeines Fleißes zu zwei verſchiedenen Malen von Napoleon zum Director des topographiſchen Bureau's ernannt worden war, hatte durch eine Reihe von Jahren ſich das beſondere Ver⸗ trauen des Kaiſers erworben. Oefter und unerwar⸗ teter als irgend einer der Aides de Camp wurde er zu jeder Stunde des Tages und der Nacht gerufen. Durch ſein immerwährendes Studium war er dem Kaiſer faſt unentbehrlich geworden. Die Berichtigung der Karten, die Zuſammenfügung und Ergänzung der Materialien, die Beſtimmung weit ausſehender Märſche und Operationslinien lag ihm beſonders yb. Napo⸗ levn ſprach mit wenigen Worten; d'Albe verſtand und arbeitete bündig und ohne alles Ceremoniel die Auf⸗ gabe aus. Er war im Range und Dienſtzeit Genoſſe mehrer Marſchälle und Diviſions⸗Generale und doch nicht vorgerückt. Er war der Letzte, den der Kaiſer brauchte, ehe das Hauptquartier aufbrach, und der Erſte, ſobald Napolevn anlangte. Zu Gehülfen hatte er zwei Ingenieur⸗Offiziere beim topographiſchen Bureau.

Dieſe drei Männer bildeten nebſt den vier gehei⸗ men Secretairs und dem erſten Ordonnanzoffiziere Gourgeaud, der die wichtigſten Depeſchen und Auf⸗ träge, hauptſächlich in Artillerie⸗Commandoſachen, be⸗ ſorgte, eine Art von geheimem Rath, ganz abgeſon⸗ dert von den übrigen Zweigen des kaiſerlichen Hau⸗ ſes; da ihre Geſchäfte, ganz eigenthümlich von der Perſon Napoleon's ausgehend, einen beſondern Gang nahmen, ſo war auch jedesmal zu Gunſten des un⸗ gezwungenen Verkehrs eine beſondere Tafel im Pa⸗ lais für ſie gedeckt.