Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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den Waffen in der Hand ſterben, als mir von einer habſüchtigen Politik Bedingungen vorſchreiben laſſen.

Napoleon ging in heftiger Aufregung auf und ab. Allmälig ward er ruhiger.

Oeſterreichs drittes Wort iſt der Friede und die Vermittlung, ſprach er;wohlan denn,ſchrei⸗ ben Sie Metternich, er ſoll eine Stadt beſtimmen für einen allgemeinen Congreß der kriegführenden Mächte. Ich werde mit Vergnügen Abgeordnete Englands und Amerika's daſelbſt ſehen. Und wenn es eine Möglichkeit, das britiſche Cabinet zum Frie⸗ den zu beſtimmen, ſoll auch ein Abgeordneter der ſpaniſchen Inſurgenten erſcheinen. Niemand kann den Frieden mehr wünſchen als ich. Er iſt das einzige Mittel, die Welt wahrhaft zu beruhigen.

Während der Miniſter⸗Secretair bemüht iſt, die Befehle des Kaiſers zu Papier zu bringen, langen Depeſchen des Herzogs von Tarent an, welcher als Führer der Avantgarde die Verbündeten. auf den Straßen nach der Lauſitz verfolgt. Der Kaiſer riß das Siegel auf und überflog den Armeebericht. Die Alliirten hatten wirklich Poſto gefaßt bei Bautzen und an dreihundert Redouten aufgeworfen.

La carle! la carte! rief er und eilte in das anſtoßende Zimmer, welches zu ſeinem Cabinette ein⸗ gerichtet war. Hier ſtand in der Mitte ein großer Tiſch, worauf die Petri'ſche Karte von Sachſen aus⸗ gebreitet lag; überall mit buntkuppigen Stecknadeln beſteckt und von dreißig Lichtern erleuchtet. An zweien der in den vier Ecken des Cabinets aufgeſtellten Tiſchchen ſaßen die beiden Secretaire Fain und Mounier.

Appellez le colonel d Albe! rief er und ſeine Blicke irrten raſtlos auf der Karte.

Stolle, ſämmtl. Schriften. Xl. 12