Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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ich und Eugen zur Rettung. Empört über die nie⸗ derträchtige That, warfen wir die Blutmenſchen zu⸗ rück und retteten den Unglücklichen. Die Dunkelheit brach herein, die Mordgeſellen, das Schändliche ihres Beginnens erkennend oder zu einem Streite nicht auf⸗ gelegt, entfernten ſich; ſo gelang es uns, den Halb⸗ ohnmächtigen in ein nahgelegenes Weinberghaus zu ſchaffen und den freundlichen, theilnehmenden Wirths⸗ leuten die ſorgſame Pflege des jungen Kriegers an⸗ zuempfehlen.“

„Gotteslohn,“ ſprach hier Ruffus, ſeltſam ergrif⸗ fen Jerome die Hand reichend;„Euer Schützling, mein Freund Reinhold, iſt gerettet und wird in we⸗ nig Tagen von ſeinen Wunden hergeſtellt ſein.“

„Wie, wär's möglich?“ rief Clärchen, und ihr lieb⸗ liches Geſicht ſtrahlte vor Wonne, während Anna vor innerer Bewegung kaum zu athmen wagte.

Ruffus machte jetzt aus Reinhold's Briefe kein Geheimniß mehr.

Durch dieſe wunderbare Fügung des Geſchicks waren die beiden Jünglinge der Familie des Geheim⸗ raths inniger befreundet worden, als es durch langen freundſchaftlichen Umgang hätte geſchehen können. Selbſt Anna ſtand jetzt weniger ſchroff den Fremd⸗ lingen gegenüber.

Jerome entging es nicht, welchen Antheil das ſchöne Mädchen an dem Schickſale des von ihm Ge⸗ retteten nahm. Ein leichtes Gewölk trübte kaum be⸗ merkbar das ſonſt ſo heitere, ſorgloſe Auge, und leiſe Wehmuth umſchattete das intereſſante Geſicht. Doch währte dieſer Zuſtand nicht lange, und jene ſelige Ruhe und Heiterkeit kehrten wieder, welche ſtets das Abbild einer klaren, ſchönen Seele ſind. Jerome ge⸗ hörte zu jenen wenigen vom Himmel erwählten Sterb⸗