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Der arme Eugen, der jetzt alle Schätze der Welt um ein paar deutſche Redensarten gegeben hätte und ſeinen ſprachkundigen Freund aus vollem Herzen be⸗ neidete, ſah ſich gezwungen, wehmüthig die Achſeln zu zucken. Er ſchien wahrhaft betrübt über ſeine Un⸗ kenntniß, daß er Clärchen ordentlich dauerte.
„Mag auch erſchrecklich ſchwer ſein unſere Sprache für den Franzoſen,“ ſprach gleichſam entſchuldigend und tröſtend das Mädchen.
Anna behielt ihren Ernſt und ihre Zurückgezogen⸗ heit bei.
Man ſetzte ſich zu Tiſche. Die Unterhaltung ward belebter. Der Geheimrath fand in ſeinen Gäſten eben ſo gebildete, beſcheidene als liebenswürdige Leute. Sie erzählten viel von Paris, dem ſchönen Frank⸗ reich und den Marſchabenteuern.
„Ihr Franzoſen,“ ſprach Ruffus,„ſeid ſo ein hu⸗ manes und liebenswürdiges Volk, warum laßt Ihr die Völker nur nicht in Frieden und überzieht alle Welt mit Krieg?“
„Wir haben doch den Krieg nicht angefangen,“ entgegnete Jerome,„war es nicht die deutſche Cva⸗ lition, die uns mit Feuer und Schwert überzog und unſere Hauptſtadt der Erde gleich zu machen drohte? Was übrigens unſere gerühmte Humanität anbelangt,“ ſetzte er ernſter hinzu,„ſo bin ich unparteiiſch ge⸗ nug, widerſprechen zu müſſen.
„Wenigſtens was den Franzoſen im Kriege be⸗ trifft,“ fuhr er fort,„wüßte ich nicht, wo ſeine Hu⸗ manität zu ſuchen wäre. Er ſcheint ſich hier des ed⸗ leren Gefühls ganz entäußert zu haben und mit der nichtsſagenden Phraſe: c'est la guerre, habe ich oft wahrhafte Barbareien entſchuldigen hören, die ſich ein auf Civiliſation Anſpruch machendes Volk nie zu


