Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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„Napoleon ruft einen polniſchen General aus ſei⸗ ner Suite heran.

„Reiſen Sie nach Krakau,“ ſagte er zu ihm, „und geben Sie Nachricht von meinem Siege.“ Dies war die einzige Abfertigung vom Schlachtfelde aus.

„Die Dunkelheit brach herein, an drei Orten er⸗ hellten brennende Dörfer den Horizont, als plötzlich auf unſerer rechten Flanke eine Linie Cavallerie in dumpfem Geraſſel heranrauſchte, und dicht bis an die Quarrés vordrang, hinter welchen ſich der Kaiſer be⸗ fand. Der Angriff ward von Infanterie zurückgewie⸗ ſen und mit dieſer nächtlichen Scene endete der dies⸗ malige Rieſenkampf. Abends zehn Uhr dietirt Napo⸗ leon das Bulletin der Schlacht und Couriere eilen durch ganz Europa mit der Nachricht von einem neuen Siege Napoleon's.“—

Ruffus war ſehr aufgeregt durch den Schlachtbe⸗ richt.„Das iſt eine wahrhafte Frühlingsſchlacht,“ ſprach er,„wenigſtens ward ſie meiſt von Jünglingen geſchlagen. Aber trotz der franzöſiſchen Bravvur muß man der preußiſchen Heldenjugend alle Ehre wider⸗ fahren laſſen.“

„Wer wollte das nicht?“ erwiederte eifrig Jerome, „Preußen hat an dieſem Tage die Zeiten von Jena mit reichem Blute abgewaſchen. Uebrigens, hätten wir nur mehr Cavallerie gehabt, der ganze Feldzug wäre vielleicht entſchieden.“

„Es wird ohne neue blutige Kämpfe kaum Frieden werden,“ meinte Ruffus,„ſo ſehr dieſer für das blu⸗ tende Europa zu wünſchen wäre; aber die Verbünde⸗ ten, wenn ſie auch den Verluſt der Schlacht nicht ab⸗ leugnen können, find doch weit entfernt, ſich für überwunden zu bekennen. Auch rühmten ſie es ſehr, daß Ihr nicht eine Kanone erobert habt.“