Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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ſeiner Seite getödtet. General Girard ſinkt, von meh⸗ ren Kugeln getroffen, will ſich aber nicht vom Schlacht⸗ felde entfernen und erklärt, im Commando ſterben zu wollen, weil jetzt der Augenblick gekommen, wo alle Franzoſen von Herz entweder ſiegen oder ſterben müß⸗ ten. General Brennier fällt verwundet. Desgleichen die Generale Cheminaux und Guillot. General Gru⸗ ner wird getödtet. Die Ordonnanzoffiziere Pretet und Beranger werden bei Ueberbringung von Befeh⸗ len des Kaiſers von Kugeln getroffen.

„Aber Souham, Ricard und Marchand bleiben mitten im Feuer unverletzt. Man ſchlägt ſich ſeit länger als vier Stunden mit einer unerhörten Er⸗ bitterung. Die vier wichtigen Dörfer werden genom⸗ men und wieder verloren, und die Schlacht ſcheint all ihr Feuer erſchöpfen zu wollen, ohne daß eine der kämpfenden Parteien an den Rückzug denkt. Die Conſeribirten Frankreichs und die Jugend Preußens, die Blüthe der nordiſchen Univerſitäten, die Söhne der edelſten Familien von Berlin und Paris, käm⸗ pfen Mann gegen Mann auf den Trümmern unglück⸗ licher Dörfer. Von beiden Seiten iſt es der erſte Waffenverſuch, von beiden Seiten entſpricht die glän⸗ zende Jugend mit gleichem Eifer dem Kriegsruf. War⸗ um ſollten die Ufer der Seine tiefer bekümmert ſein, als die der Spree? Sollten ſich nicht vielmehr beide Nationen von gleichem Stolze beſeelt fühlen, ſolchen Söhnen das Daſein gegeben zu haben? Mehr als drei Viertheile des Verluſtes an dieſem Tage traf die preußiſche Armee. Die Garden und Berliner Frei⸗ willigen litten am meiſten.

„Sie kämpften unter den Augen ihrer Souveräne. Der Kaiſer Alexander und der König von Preußen hielten auf einem Hügel hinter Groß-Görſchen, und