und Kaya aufmarſchiren. Die beiden einzigen Ca⸗ vallerieregimenter, über die man verfügen kann, riücken auf dem rechten Flügel vor und täuſchen durch die Energie ihrer Angriffe über ihre kleine Anzahl.
„Das Dorf Kaya iſt der Schlüſſel der Poſition. Das erkennt der Kaiſer und ihn muß er haben, es koſte was es wolle. Er überträgt ſeinem Adjutanten, dem Grafen von der Lobau, den Angriff. Die Con⸗ ſeribirten der Diviſion Ricard werden von dieſem Ve— teranen in's Feuer zurückgeführt. Man vernimmt das furchtbarſte Musketenfeuer. Bald aber folgt dem Ge⸗ ſchrei der Stürmenden eine augenblickliche Stille. Das Dorf iſt wieder genommen.
„Faſt zu derſelben Zeit tritt auf unſerem rechten Flügel die Armee des Herzogs von Raguſa, der noch zurück war und von Napoleon zur Eile gemahnt wor⸗ den, in die Linie. Die Cavallerie- und Infanterie⸗ maſſen, welche der Feind nach Weißenfels werfen wollte, werden aufgehalten.
„Eine Diviſion der Marine-Soldaten empfängt den erſten Stoß derſelben. Dieſe tapfere, von einer finſtern Wolke Cavallerie überſchwemmte Infanterie, ſchließt ſtaffelweiſe Quarré⸗Bataillons. Sie wird vom General Compans commandirt, bält ſieben der heftig⸗ ſten Angriffe aus, verſchafft dadurch dem übrigen rech⸗ ten Flügel Zeit, ſich vollends zu entwickeln.
„Alle Macht aber, über welche Wittgenſtein zu verfügen hat, ſtürmt nun unaufhörlich gegen das Cen⸗ trum. Die Hauptanſtrengungen der geſammten feind⸗ lichen Infanterie⸗ und Artilleriemaſſen ſind auf Lützen gerichtet.
„Marſchall Ney, der Fürſt von der Moskwa, iſt überall. Die Hauptmacht des Feindes bricht über ihn herein. Sein Chef des Generalſtabs wird an


