Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Reinhold nahm ſich der Angegriffenen mit Feuer an.

Sprich, was Du willſt, fuhr Ruffus ruhig fort, ich laſſe mir's nicht nehmen, es iſt mehr Einbildung. Als ſie dieſe Dinge von unſerm großen und ſchönen Vaterlande deklamirte, ſtellte ich einen kleinen pro⸗ ſaiſch-geographiſchen Examen über dieſes große und ſchöne Vaterland an, da bin ich mit Schrecken gewahr geworden, wie es mit ihrer Kenntniß des hochtheuern Landes beſchaffen iſt.

Die Kreuzuhr ſchlug die ſechſte Stunde des Abends.

Wenn wir nicht in Ungnade fallen wollen, ſprach Ruffus aufſtehend,müſſen wir jetzt aufbre⸗ chen. Ein ſolches Zuſpätkommen ſteht bei einer Theegeſellſchaft noch über dem Verbrechen am Vater⸗ lande.

Die Beiden entfernten ſich und wanderten nach der Pirnaiſchen Vorſtadt, wo Günther's Familie wohnte.

Zweites Rapitel.

Als Ruffus mit ſeinem Freunde in das väterliche Haus trat, fanden ſie bereits Treppen und Vorſäle erleuchtet. Sie ſtiegen in das erſte Stock hinauf. Hier trat ihnen wie zufällig aus der erſten Flügel⸗ thür ein reizendes weibliches Weſen in ſchwarzſeide⸗ nem Kleide entgegen. Etwas phantaſtiſch ringelte das reiche Lockenhaar um das blendendſchöne Antlitz und fiel dunkelſchattend auf die königlich gebaute Schulter