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heften, zumal wenn ich dabei die erlabende Ausſicht habe, ihrer Geſellſchaft los und ledig zu werden.“
„Wirſt Du denn heut einmal dem Convente bei⸗ wohnen?“ frug Gotthard ablenkend, in ernſtem, halb vorwurfsvollem Tone.
„Freund,“ erwiederte Ruffus,„verſchone mich. Dieſes Conſpiriren, Aſſociiren liegt mir nicht im Blute. Ich würde Euch nur zur Aergerniß gerei⸗ chen, weil ich Alles mit zu viel Fiſchblut betrachte. Daß ich, wenn's gilt, mit Blut und Leben Euer bin, wißt Ihr; ich bin Euer Freund, aber kein Parteimann. Ich will mein eigener, folglich ein freier Herr ſein. Ihr habt mein Herz, was wollt Ihr mehr?“
Gotthard reichte ihm die Hand.„Ich und Rein⸗ hold trauen Dir,“ ſprach er,„aber in der jetzigen Zeit muß man auch den Schein vermeiden. Entſage dem Umgang mit den franzöſiſchen Offizieren, ich bitte Dich.“
„Mein Gott,“ erwiederte Ruffus faſt ärgerlich, „ſeid Ihr, ſogenannte Patrivten, einſeitige Leute. Weil dieſe wackern Krieger ihre Pflicht thun, für ih⸗ ren Monarchen fechten; weil ſie ſich für eine Zeit lang durch Talent, Tapferkeit und durch unſere eigne Ohnmacht zu unſern Herrn aufgeſchwungen haben, ſoll ich, als den Welthändeln ganz fremd, auch den Privatverkehr mit ihnen aufgeben? Nein, da verlangt Ihr Unbilliges, das ich nicht bewilligen kann und mag. Ich befinde mich wohl in der Geſellſchaft mei⸗ ner franzöſiſchen Bekanntſchaft; es ſind gebildete, hu⸗ mane Leute, was geht mich die Uniform an, die ſie auf dem Leibe tragen?“
„Der Wahlſpruch der Gegenwart,“ bemerkte Gott⸗ hard finſter,„heißt: Entweder Für oder Wider!“


