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worauf der Lanzenträger wieder im Gebüſch verſchwand. Ein lautes Hurrah folgte.
„Ueber dieſes einfältige Gehurrahe,“ brummte Ruffus;„das Volk iſt ſo dumm, daß es mich dauert. Die ganze Stadt ſteckt voll Franzoſen. Wenn ſich dieſe an der ruſſiſchgeſinnten Stadt revanchiren, iſt es ihnen nicht zu verdenken, und die vorlauten Schrei⸗ hälſe haben es allein zu verantworten. Wir hätten uns außerdem mit der ſonderbaren Pelzmütze noch angenehm unterhalten können; das unvernünftige Ge⸗ brüll hat ſie davongejagt.“
„Du biſt ein ſeelenloſes Amphibium,“ erwiederte Reinhold in edlem Unwillen;„Du biſt nicht fähig, den Jubel zu faſſen, der unſere Bruſt beim Anblick dér erſten Freiheitsboten erfüllt.“
„Zanke wie Du willſt,“ ſprach Günther,„ich kann einmal in dieſen Baſchkiren und Tſcherwäken keine Freiheit erblicken. Die Knute, die dem guten Manne am Sattelknopfe baumelt, iſt ein Inſtrument, das mir alle Freiheitsideen ſo ziemlich verleidet.“
Ein Schuß, der jetzt im Gebüſche fiel, jagte der bis zum Walde vorgegangenen Menge einen ſolchen Schrecken ein, daß ſie ſich ſchnell zum Rückwege nach der Stadt veranlaßt fand. Man überpurzelte ſich faſt.
„Iſt denn Jemand todtgeſchoſſen worden?“ frug Ruffus.
„Nein doch.“ erwiederte Gotthard, welcher mit ziemlich ärgerlichem Blicke dem fliehenden Publikum nachſchaute,„ein blinder Lärm.“
„Da ſeh' man dieſe Thebaner,“ lachte Günther, „ich möchte den Commerz ſehen, wenn ſo ein vor⸗ lauter Philiſter wirklich angeſchoſſen wäre. Und die⸗ ſes Volk will gegen den Napoleon aufſtehen! Wenn ich jetzt die ſchwarze Thorwacht commandirte, ließ ich


