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blauen, weiten, mit einem rothen Streifen beſetzten Pluderhoſen abrechnete, war der Mann unter ein uni⸗ formirtes Militair nicht zu rechnen. Die Waffen be⸗ ſtanden in einer Pike von außerordentlicher Länge, einem Schleppſäbel und einem Paar Piſtolen, die in einem grauen Leibgurt ſtaken. Auf der Bruſt hing eine Kette ſonderbarer Zierrathen, unſtreitig Talis⸗ mane und Beſchwörungsmittel gegen böſe Geiſter.
„Wenn ich nur erſt heraus hätte,“ ſprach Ruffus, nachdem er ſich den Fremdling von oben bis unten in Augenſchein genommen,„ob der gute Mann ein Chriſt, oder ob er zu den Feueranbetern gehört. Das eurioſe Schnörkelwerk da will mir nicht gefallen, das ſchmeckt nach Vielgötterei.“
„Und wär's ein Atheiſt,“ ſprach Reinhold,„er iſt mir doch willkommen. An einen Satan glaubt er ſicherlich, ſonſt wär' er nicht gegen den Napoleon zu Felde gezogen.“
„Nun, dieſem braven Manne,“ meinte Ruffus, „hat der Kaiſer der Franzoſen und König von Ita⸗ lien ſicher nichts in den Weg gelegt. Er wäre gern daheim geblieben, wenn nicht der Kaiſer aller Reußen halb Aſien gegen das Abendland aufgeboten hätte.“
Mehre der Spaziergänger, als ſie die drei Freunde ſo friedlich und vertraut mit dem Aſfiaten geſtikuliren ſahen, hatten ſich jetzt genähert und erhoben ein lau⸗ tes Hurrah, welches von den weiter Zurückgebliebenen hundertfach wiederholt wurde. Der Koſak ſenkte zum Zeichen des Gegengrußes die Lanze, hielt es aber, da das Publikum immer zahlreicher wurde, für ge⸗ rathener, ſich zurückzuziehen. Er wollte mit einer dan⸗ kenden Bewegung das Fläſchchen zurückgeben, Gotthard aber gab ihm zu verſtehen, daß er es behalten könne,


