Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Ja, nur nicht mit Gevatter Schneider und Hand⸗ ſchuhmacher in Revolutionsangelegenheiten ſich einge⸗ laſſen, meinte Ruffus,zumal wenn noch ein Piquet Infanterie in der Nähe ſteht. Es muß weit kommen, bevor der deutſche Philiſter ſich verſchwört und revo⸗ lutionirt. Er entſetzt ſich dann in der Regel vor ſeiner höchſteigenen Perſon.

In dem neben der Straße gelegenen Gebüſch ent⸗ ſtand jetzt ein gewaltiges Praſſeln und gleich darauf guckte das behaarte Antlitz mit der langgeſpitzten Pelz⸗ mütze, das vorhin den Waldesrand entlang geritten war, aus dem Geſtrüppe. Die tiefliegenden liſtigen Augen ſchienen das Terrain zu recognosciren, und da ſie blos drei friedfertige Spaziergänger gewahrten, kam der fremdländiſche Kriegsmann vollends auf die Straße herausgeritten.

Nun, da haben wir ja einen Freund Aſiens ganz in der Nähe, ſprach Ruffus.Ich will nicht geſund hier ſtehen, wenn dieſes Säugethier nicht direkt von der chineſiſchen Grenze kommt.

Reinhold zog eine Runflaſche hervor und winkte damit dem Aſiaten. Dieſer ſchien den Wink zu ver⸗ ſtehen, ſenkte die Lanzenſpitze zur Erde und näherte ſich langſam und vorſichtig.

Mach' den Kerl nicht beſoffen, ſprach Günther, ich trau' ihm nüchtern nicht, viel weniger inſpirirt.

Die drei Freunde hatten jetzt Muße, den Fremd⸗ ling genauer zu betrachten. Es war ein hagerer Mann in den Vierzigen, aber von wildem, nomadenähnlichem Ausſehen. Der weißgraue Bart floß reich über die Bruſt herab. Die grauen ſtechenden Augen lagen tief, wie lauernd, in ihrem Hinterhalte. Die untern Ge⸗ ſichtspartien traten außergewöhnlich hervor, während die obern ſichtbar eingedrückt waren. Wenn man die