Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Renten auf den Staat auszutauſchen; dieſe Güter müſſen verkauft und der Kreislauf des Eigenthums einheimiſch werden. Dieſe Operation wird demnächſt einen Ertrag von nahe an Vierhundert Millionen ab⸗ werfen.

Die Anweſenden, von dem Genie Napoleon's hin⸗ geriſſen, erkannten dieſe große Maßregel einſtimmig mit dem größten Lobe an.

So hätten wir Soldaten und Geld, ſprach nicht ohne Anwandlung von Selbſtgefühl der Beherrſcher der Franzoſen,um die Leute in Breslau und Stock⸗ holm zu züchtigen und die übrigen in Reſpect zu er⸗ halten, und zwar zu derſelben Zeit, wo ſie ſich von nichts als unſern Verluſten unterhalten. Der Krieg wird große Opfer koſten, aber das Wohl Frankreichs wird nicht darunter leiden.

Er machte eine herablaſſende Handbewegung, die Miniſter entfernten ſich; es war ſchon ſehr ſpät. Na⸗ poleon befand ſich allein. Er ſtand lange in Gedanken verloren. Nach langer Pauſe ſprach er kopfſchüttelnd und wie mit ſich ſelbſt unzufrieden:Ich hätte dem Manne nicht ſo viel Land laſſen ſollen.

Da kniſterte die Tapetenthür. Ruſtan trat herein.

Ihre kaiſerliche Hoheit, die Fürſtin Borgheſe, meldete er flüſternd.

Pauline? frug halb verwundert, halb un⸗ willig der Kaiſer, der ſich ſo eben entkleiden laſſen wollte.

Er hatte dies Wort kaum ausgeſprochen, als die reizende Schweſter hereintrat.

Endlich, ſprach ſie,zwei ganze Stunden warte ich vergebens.

Ruſtan entfernte ſich.

Fürſtin, erwiederte Napoleon mit finſterm Ge⸗