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zum Fuhrweſen, vier Schweizerregimentern, ſechs Re⸗ gimentern übergetretener Ausländer und den aus wi⸗ derſpenſtigen Conſeribirten gebildeten Colonialbataillo⸗ nen. Die geſammte Cavallerie umfaßt vierundachtzig Regimenter. Im Ganzen iſt für Sold und Unter⸗ halt von tauſend Bataillonen Infanterie, eine Streit⸗ macht von achtmalhunderttauſend Mann, und von vier⸗ hundert Schwadronen Cavallerie, für hundertachtzig⸗ tauſend Reiter zu ſorgen. Ausgenommen hiervon iſt noch der Bedarf der Artillerie, des Geniecorps, der Gensd'armerie, der Equipagen und der Veteranen, deren Cadres wenigſtens hunderttauſend Mann befaſſen. Dem⸗ nach würde ſich's um den Unterhalt von einer Million Soldaten handeln.“
Dem Herzoge von Feltre folgte der Marinemi⸗ niſter:
„Die Conſeription,“ begann er,„lieferte für den Dienſt der Marine zeither zwanzigtauſend Mann jähr⸗ lich. Seit fünf Jahren haben achtzigtauſend junge Mannſchaften unſere Equipagen verſtärkt. Jährlich ließen wir fünfzehn bis zwanzig Kriegsſchiffe vom Stapel laufen. Wir beſitzen gegenwärtig fünfund⸗ ſechzig Linienſchiffe, vollſtändig bewaffnet, für ſechs Monat mit Proviant verſehen und jeden Augenblick zum Auslaufen bereit.“
„In wenig Jahren werden wir dreihundert be⸗ ſitzen,“ fiel Napolevn ſchnell ein,„eine Zukunft, vor der England zittert. Die Vervielfältigung, Wieder⸗ herſtellung und Befeſtigung aller unſerer Seehäfen,“ fuhr er fort,„muß trotz des Kriegs nicht unterlaſ⸗ ſen, die Thätigkeit auf den Werften der Schelde, zu Amſterdam, Rotterdam, Cherbourg, Lorient, Roche⸗ fort, Toulon, Genua, Venedig darf nicht unterbrochen werden.“


