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„Den Unfällen des letzten Feldzugs,“ ſprach er, „müſſen die Erfolge unſerer innern Adminiſtration entgegengeſtellt werden. Sie werden hinreichen, die Schuld des Kriegsunglücks abzuwälzen. Die affectirte Furcht vor meiner Kriegsliebe wird verſchwinden beim Ueberblicke meiner Werke des Friedens. Ich mag nicht mit jenen vandaliſchen Eroberern des Alterthums verglichen werden. Sie werden dafür Sorge tragen, Herr Graf, daß die innere Lage des Reichs der civi⸗ lifirten Welt faßlich vor Augen geführt werde. Sie ſei das politiſche Teſtament meiner Adminiſtration.“
Der Kriegsminiſter und Marineminiſter traten in's Cabinet.
Erſterer gab folgende Auskunft:
„Unſre Landarmeen,“ ſprach er,„beſtehen für das Jahr 1813 aus zwanzig Garderegimentern, einhun⸗ dertzweiundfunfzig Regimentern der Linie, ſiebenund⸗ dreißig Regimentern Artillerie, dreißig Bataillonen
überſah das Staatsoberhaupt zwölf Mal jährlich in einer Arbeit von einer Stunde, alle Ausgaben, beſtimmte die Summe für jeden Zweig des folgenden Monats und hielt die Waage zwiſchen der Ausgabe und Einnahme. Dabei ließ er eine Zahlung langſamer, die andere ſchneller folgen, vermehrte oder verminderte die Fonds der theilweiſen Kaſſen, je nach der Fülle der Zuſchüſſe, dem Drange der Bedürfniſſe oder den Veränderungen, welche durch die Tagesereigniſſe herbei⸗ geführt werden konnten. Endlich bezahlte der Miniſter des Schatzes, als Geueral⸗Controleur der Finanzen, die Ordon⸗ nanzen erſt dann, wenn der ordonnirende Miniſter ſich genau nach dem Jahresbudget und dem ihm eröffneten Monatsere⸗ dit gerichtet hatte.... Dies war der, die Einnahmen und Ausgaben regulirende Mechanismus, der, wie Graf Molé in ſeinem Berichte ſich ausdrückt, durch ſeine Einfachheit be⸗ wunderungswürdig, an ſich allein den Beweis trägt, welch ein Umfang von geſundem Sinne in dem Genie Napoleon's


