Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ner Gewalt. Ich mußte das Haus Hohenzollern vernichten. Das iſt nicht das erſte Mal, daß man mit Großmuth in der Politik übel beſtellt iſt.

Der Miniſter wagte nicht zu widerſprechen.

Preußens Abfall, fährt Napoleon fort,liefert dem Feinde hunderttauſend Mann. Meine Aushebung von 1813 reicht jetzt nicht hin. Sie ſollte den Un⸗ fällen von Rußland die Stirn bieten. Ich brauche jetzt die Conſeription von 14. Sie ſoll mit zwei⸗ malhunderttauſend Mann meine Linien verſtärken.

Der Herzog von Baſſano konnte ſich hier eines traurigen, mißbilligenden Kopfſchüttelns nicht enthal⸗ ten. Napoleon bemerkte es:

Sie glauben, ich muthe Frankreich zu viel zu? rief er.Wiſſen Sie, daß Frankreich ſeit 1800 un⸗ ter allen Mächten am wenigſten verloren hat?

Maret blickte fragend auf.

Spanien, fuhr der Kaiſer eifrig fort,das ſo viele Niederlagen erlitt, hat im Verhältniß weit mehr verloren. Was koſten ihm Arragonien und Saragoſſa. Die Aushebungen Oeſtreichs, die zu Marengo, Hohen⸗ linden den Untergang fanden, die Aushebungen, die bei Ulm und Auſterlitz zu Grunde gingen, die von 1809, welche zu Eckmühl und Wagram vernichtet wurden, ſind außer Verhältniß mit ſeiner Bevölke⸗ rung. Bei dieſen Feldzügen hatten die franzöſiſchen Heere bairiſche, würtembergiſche, ſächſiſche, italieniſche, ſchweizeriſche Bundesgenoſſen, welche die Hälfte der großen Armee ausmachten. Die andere Hälfte, die unter franzöſiſchen Adlern focht, beſtand zum Dritt⸗ theile aus Holländern, Belgiern, Rheinbewohnern, Piemonteſen, Genueſen, Römern und Toskanern. Preußen verlor 1806 ſeine ganze Armee von drei⸗

malhunderttauſend Mann. Rußland verlor 1812 ſechs

1