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Hauſe geweſen ſein, ohne daß ſie etwas davon geſagt hätte, was ſie ſonſt nimmer thut.“
„Ich glaube, ſie läuft in ihrer Tollheit noch in die Seine,“ bemerkte lieblos der Banquier.„Das fehlte noch. Morgen wird ſie auf einen Wagen ge⸗ packt und nach Straßburg transportirt, damit ich ein⸗ mal Ruhe bekomme.“
Der Oberſt ſchüttelte bei dieſen Worten mißbilli⸗ gend das ergraute Haupt.
„Auf Deine Courſe und Prozente, mein Freund,“ ſprach er,„magſt Du Dich verſtehen, aber mit dem Mädel da weißt Du nicht umzugehen.“
„Brechen wir dies Kapitel ab,“ ſprach Normand, „wir wollen uns Deine Ankunft nicht verbittern. Aber, alter Bayard,“ fuhr er lachend fort,„die Ei⸗ telkeit ſcheint die alte Garde in Rußland verloren zu haben, wenigſtens was die Garderobe betrifft.“
Er beſchaute ſich den, auf ziemlich plumpe Weiſe in ruſſiſchen Pelz eingenähten Camill, der eher einem Eskimo, als einem Oberſten der kaiſerlichen Garde glich. An ein militairiſches Merkmal oder Abzeichen war nicht zu denken und der herabfließende patriar⸗ chaliſche Bart gab der ganzen Geſtalt ein abſonder⸗ lich groteskes Ausſehn.
„Ja, Ihr Bärenhäuter,“ brummte der Oberſt, „Ihr denkt wohl, wir haben da draußen in dem Eis⸗ loche Zeit und Muße gehabt, Toilettenſtudien zu ma⸗ chen? In der ganzen großen Armee hat es nur einen Einzigen gegeben; es war ein ſechzigjähriger Greis, der mitten im fürchterlichſten Winter, wo jeder Andere nur auf ſeine Rettung dachte, auf einem mit Schnee bedeckten Baumſtamme, ſobald der Tag kam, mit un⸗ beſiegbarer Conſequenz und ängſtlicher Sorgfalt ſeinen Anzug ordnete, als erwartete ihn eine Audienz in den


