Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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die Leute blind macht, daß ſie aber ſelbſt die geſunde Vernunft zu verrücken droht, iſt mir noch nicht vor⸗ gekommen.

Victorine verließ, ohne ein Wort zu ſprechen, das Zimmer.

Hör einmal, rügte der Oberſt,Du thuſt nicht recht mit dem Mädchen. Das arme Kind verdient Schonung, und Du maltraitirſt ſie.

Möchte man nicht des Teufels werden, fuhr ietzt der Banquier heraus und erzählte Victorinen's Benehmen bei Georg's Flucht.

Ständ' ich nicht ſo gut bei dem Präfecten, ſchloß er,die Frevlerin ſäße dieſe Stunde noch in verdienter Haft. So iſt ſie mit einem Verweiſe da⸗ von gekommen. Aber ſoll man nicht toll werden bei ſolchen Geſchichten!

Nun das Befreiungsſtückchen, meinte Camill, iſt ſo übel nicht und macht dem liebenden Mädchen alle Ehre. Wahrhaftig, es thut mir leid, für ihren Herzallerliebſten nichts thun zu können. Aber, Hen⸗ riette, wandte er ſich zu dieſer,die arme Kleine iſt in ihrer Angſt davon gegangen, laß ſie nicht ſo allein und tröſte ſie, ſo gut es gehen will.

Eine erzdumme Geſchichte, fuhr er nach einer Weile fort.Wie geſagt, wenn nur die Polizei den Braten nicht ſchon umklammert hätte. Aber bier iſt Alles vergebens. Und wenn alle Marſchälle dem Kai⸗ ſer zu Füßen fielen; in Spionenangelegenheiten iſt er unerbittlich. Da wagt ſchon Niemand ein gut Wort einzulegen.

Mir iſt wahrhaft bange um Victorinen, geſtand jetzt Henriette, die im Begriff war, der Couſine zu folgen.Als ich ſie vorhin ſuchte, war ſie nirgends zu finden. Sie muß an zwei Stunden außer dem