Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18⁴

„Frieden?“ lachte der Oberſt,„dummes Wort, haben wir je Arbeit gehabt, bekommen wir ſie jetzt. Mit dem ganzen Rheinbunde ſteht's wackelig. Zum Teufelholen,“ fügte er zornig hinzu,„das verdammte Bein! Es müßte eine Wonne ſein, die blauen preu⸗ ßiſchen Ueberläufer zuſammen zu fuchteln.“

„Ich zieh' für Euch hinaus, Oberſt,“ jubelte Eugen.

„Ich ſollte meinen,“ bemerkte der Banquier,„des Onkels Malheur müſſe Dich zur Vernunft bringen.“

„Was ſchwatzt das Rechnenexempel,“ polterte der alte Kriegsmann,„Malheur? Danke dem Himmel,

daß ich ſo davon gekommen bin, daß ich nicht ver⸗

brannt, erſoffen oder erfroren bin. Der Tod war in allen Branchen zu haben in dem verfluchten Eisloche. Zur Vernunft bringen?“ fuhr er immer aufgebrachter fort,„ſind die Soldaten des Kaiſers unvernünftig? Ihr Federfuchſer in Paris ſeid es gar nicht werth, daß wir mit unſerm guten Blute die beuteluſtigen Horden Eurvpa's von Euern Geldſäcken abgehalten haben. Hinaus ſoll der Junge, Soldaten ſind jetzt mehr denn je nöthig, wollen wir nicht binnen Jahr und Tag die Koſaken und Baſchkiren auf den Boule⸗ vards promeniren ſehen.“

„Es iſt entſchieden,“ rief Eugen im Feuer der Begeiſterung und Kampfluſt,„auf nach Deutſchland!“

„Was ſoll denn hier aus ihm werden?“ rief der Oberſt;„auch ſo ein Reguladetrigeſicht? das fehlte noch, ſo ein tüchtiger Junge!“

„Nein, nein, Onkel,“ rief Eugen,„ich werde Sol⸗ dat! Beſorgt nur, Onkel, daß ich unter dem Fürſten von der Moskwa fechten kann.“

„Nein,“ erwiederte dieſer,„unter die junge Garde mußt Du, unter die Erben unſeres Ruhms. Wir