Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Nun da werden wir uns allsſammt ein wenig in Geduld zu üben haben, meinte Franzescv,denn bevor Frankreich über ſeinen gegenwärtigen Tyrannen Gerichtstag hält, möcht' es doch ein wenig zu ſpät, wenigſtens für uns Beide werden.

Das iſt die Frage, erwiederte Timoleon;der politiſche Paroxismus der Franzoſen ſchlägt um, wie man die Hand wendet; das gegenwärtige Strohfeuer für den Corſen, von dem hauptſächlich die Jugend angeſteckt iſt, kann unmöglich bei dem ernſter Den⸗ kenden die niedergetretene Freiheit vergeſſen machen. Ueber kurz oder lang muß ſich die verhöhnte Göttin erheben und ihrem Mörder die goldnen Blitze auf's Haupt ſchleudern. Jenſeits des Rheins gährt's wie in der Tiefe des Meeres; Völker und Fürſten, mit gleicher Tyrannei in den Staub getreten, lechzen nach Gelegenheit, die Ketten zu brechen und ſich unter das Panier der Freiheit zu ſtellen. Im hohen Norden haben alle Elemente für die Freiheit gekämpft; die Knechte des Tyrannen, in Moskau ſind ſie verbrannt, auf dem Heimweg erfroren, in der Bereſina erſoffen! und in Spanien, brauſt's da nicht wie Frühlings⸗ ſturm? O, eine beleidigte Mutter, die eine Natter an ihrem Buſen groß zog, weiß ſich königlich zu rä⸗ chen. Wie, und wir alten Republikaner, wenn die Freuden⸗ und Rachefeuer der erſtandenen Freiheit von den Ufern des Quadalquivir durch Europa bis nach Aſien hinüberleuchten, wir alten Baſtillenſtürmer, die wir zuerſt die Rechte des Menſchen und Bürgers dem freudezitternden Europa verkündeten, ſollten da nicht an unſerm Poſten. ſtehen? Nicht vergebens habe ich ſeit dem unglücklichen Neunten Thermidor gute Klin⸗ gen geſchmiedet; Tag und Nacht hab' ich gearbeitet; zu Tauſenden liegen ſie aufgeſpeichert in meinen Kel⸗