Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Der junge Franzoſe, der ſich an ſeiner empfind⸗ lichſten Seite durch ſolche Worte verletzt fühlte, wollte heftig auffahren, als eine Geſtalt, tief in den Man⸗ tel gehüllt, die den Beiden gleich von der Reſtaura⸗ tion aus in einiger Entfernung gefolgt war, hart an dem Buchhalter vorüberſtrich, und den Laternenſchein benutzend, ihm ziemlich ſcharf in's Geſicht ſchaute. Da ſiegte die Sorge um den Freund doch über die Gereiztheit in Eugen's Bruſt. Er faßte ſchnell des Buchhalters Arm und, in ein dunkles Seitengäßchen einbiegend, raunte er leiſe:Seid Ihr bei Sinnen, Eure verrätheriſchen Reden herauszuſchreien, als ob ganz Paris ſie hören ſollte? Schnell, wir ſind be⸗ obachtet, Euer Benehmen bei Benvit war ſchon der Art, Verdacht zu erwecken.

Nun, frug der Buchhalter,hab' ich etwa zu viel geſagt, erhalten meine Worte nicht hierdurch ei⸗ nen neuen thatſächlichen Beweis? Wenn man ſein Ge⸗ ſicht nicht fortwährend in polizeigemäße Falten legt, kann man im freien Paris keine zehn Schritte gehen, ohne von den Spürhunden verfolgt zu werden.

Still! gebot Eugen zornig,Eure ungebühr⸗ lichen Reden von vorhin würden im freieſten Lande der gerechten Ahndung nicht entgehen.

Und mit Recht, erwiederte Georg,wenn es Lügen und Verläumdungen wären.

Eugen war ſo zornig, daß er die Antwort ſchul⸗ dig blieb. Sein richtiger Inſtinkt belehrte ihn aber, vor allen Dingen eine Rencontre mit der Polizei zu vermeiden. So wanderten die Beiden ſchnellen Schrittes

mehre Kreuz⸗ und Quergaſſen ſtumm neben einander,

bis ſie in der Gegend der Notre⸗Dame⸗Kirche im Schneegeſtöber verſchwanden.