Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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man verleiht Ihrem herzerhebenden Patriotismus ein falſches Relief darum nochmals die ergebenſte Bitte, compromittiren Sie nicht, hochverehrteſte Herren, mein Etabliſſement durch'che ergreifende Ausbrüche Ihres warmen Eifers für unſern großen Kaiſer. Die ganze Adrede ſprach er unter fortwährenden Bücklingen.

Wer will es wehren, riefen mehre Stimmen, unſere Geſinnungen für Frankreich und den Kaiſer auszuſprechen?

Und wieder erhob ſich der bürgerlich gekleidete Polizeibeamte von ſeinem Eckſitze und ſprach verſöh⸗ nend zu den jungen Enthuſiaſten:Ihren ſchönen Gefinnungen und warmem Eifer, meine Herren, wa⸗ ren ſeine Worte,können Seine Majeſtät nur Dank wiſſen; leider lehrt aber die Erfahrung, daß in un⸗ ſern verrathluſtigen Zeiten die Feinde des Kaiſers nur zu gern die Maske eines ähnlichen, aber ſcheinheili⸗ gen Patriotismus vorbinden, um ungeſtörter ihren verbrecheriſchen Plänen zu dienen. Ich muß Sie, meine Herren, daher recht ſehr erſuchen, dergleichen tumultähnliche Ausbrüche Ihres höchſt anerken⸗ nenswerthen Patriotismus möglichſt zu vermeiden, weil Sie ſich außerdem großen Unannehmlichkeiten ausſetzen würden.

Die Bonhommie, mit welcher dieſe Worte geſpro⸗ chen wurden, verfehlte ihre Wirkung nicht. Die meiſt aus jungen Leuten beſtehenden Gäſte wurden ruhiger. Ein Theil von ihnen entfernte ſich, die andern be⸗ ſchäftigten ſich noch mit dem neunundzwanzigſter Bulletin, doch auf eine Art, welche die Grenzen einer animirten Converſation nicht überſchritt.

Nur Georg konnte nicht umhin, einige ſarkaſtiſche Bemerkungen über dergleichen polizeiliche Einſchrei⸗ tungen, von denen er dieſen Abend wiederholt Zeuge geweſen, gegen Eugen laut werden zu laſſen.