Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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reich war in Gefahr in Zeiten der Gefahr aber bedarf es eines Dictators und konnten wir einen beſſern wählen, als den Napoleon Bonaparte?

Ganz ſchön, erwiederte Georg;aber bedurfte es eines Kaiſers? Ein Conſul auf Lebenszeit, ein Präſident, hätte der nicht daſſelbe verrichtet? Wozu eines neuen Fürſten, den ſeine Collegen doch nimmer als einen der Ihren anerkennen werden, wie ſehr er ſich auch angelegen ſein läßt, ihnen verſchwägert zu wer⸗ den und ihre Sitten und Gebräuche nachzuahmen?

Nicht anerkennen? rief der junge Franzoſe halb ſtolz, halb verächtlich;ich will doch ſehen, wer den nicht als Herrſcher anerkennen ſoll, den ſich Frank⸗ reich ſelbſt zum Könige erwählt hat. Aber was ſoll ich Worte verlieren; der Fürſtencongreß zu Dresden im verfloſſenen Frühjahre ſpricht hoffentlich klarer als meine Worte, ob die Könige Europa's den Napoleon anerkennen oder nicht.

Der Buchhalter wollte einige neue Einwendungen machen, als in der Nebenſtube ein tumultartiger Lärm entſtand. Ein Redacteur vom Moniteur war einge⸗ treten; in der einen Hand hielt er einen noch feuch⸗ ten Zeitungsbogen. Es war die Correctur des auf morgen erſcheinenden Moniteurs. Das Geſicht des Mannes war verſtört; er winkte vergebens zur Ruhe; man beſtürmte ihn mit Fragen. Endlich gelang es ihm, ſich Gehör zu verſchaffen. Rings umher im dich⸗ ten Kreiſe ſtanden die Anweſenden. Auf allen Ge⸗ ſichtern war die außerordentlichſte Erwartung zu leſen. Man rief von allen Seiten zur Ruhe; eine lautloſe Stille erfolgte; der Redacteur entfaltete ſein Journal und begann zu leſen, mit einer Stimme, welche dem verhängnißvollen Inhalte des Artikels vollkommen ent⸗ ſprach dieſer Artikel aber war das in den Annalen