Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

Frankreich wird die ſelbſterwählte Dynaſtie nicht ſinken laſſen! rief der junge Franzos,und was den Kaiſer betrifft, verbürgt ſeine Conſtitution ein langes Leben. Er wird es anwenden, den Thron ſeiner Fa⸗ milie immer feſter zu begründen und ſobald er ſeine Feinde vernichtet hat, auch Zeit zu gewinnen, ein ſe⸗ gensreicher Vater ſeiner Völker zu werden. Er hat Frankreich groß gemacht, er wird es auch glücklich machen. Hat er nicht bereits die beſten Beweiſe ge⸗ geben? Hat er in den wenigen Friedensmonaten, die ihm ſeine Feinde vergönnten, für das Land nicht mehr gethan, als die Bourbonen in Jahrhunderten? Spre⸗ chen die unermeßlichen Bauten, die Heerſtraßen, Brücken und Canäle, die Beförderung der Manufacturen und Fabriken, des Handels und aller Gewerbe, der Wiſ⸗ ſenſchaften und Künſte, ſprechen dieſe für ſein Genie als weiſer Landesvater weniger, als ſeine Siege für den größten Feldherrn ſeer Beiti

Georg lächelte:Ihr ſeid ein wackerer Sohn Frankreichs, ſprach er,und ein treuer Repräſentant der heutigen franzöſiſchen Jugend; aber ich wette, ſchrieben wir heute 1792 anſtatt 1812, Ihr würdet mit demſelben Eifer die Principien der Republik ver⸗ fechten, um die Euch, Ihr mögt ſagen, was Ihr wollt, Euer großer Kaiſer ſchmählichſt betrogen hat.

Betrogen, wie ſo? frug Eugen gereizt;ein Volk, wie das franzöſiſche, läßt ſich nicht betrügen. Iſt der Kaiſer nicht durch den faſt einſtimmigen Wil⸗ len der Nation auf den Thron berufen? Die Zeiten erheiſchten es, daß ein kräftiger Wille an die Spitze Frankreichs trat, die Könige Eurvopa's, die uns die Revolution heute noch nicht vergeben haben, ſtanden gewaffnet vor den Thoren, England ging goldſtreuend in allen Cabineten, allen Kriegslagern umher; Frank⸗

2*