Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Kaiſer umarmte ihn auf dem noch rauchenden Blutfelde und nannte ihn den Bravſten der Braven. Denke Dir, wenn das Napoleon ſelbſt ſagt.

Marſchall Ney? frug die Cvuſine,war das nicht der ſchöne freundliche Offizier, der uns einſt auf der Straße von Neuilly begegnete?

Ganz recht, erwiederte Eugen,unſer Retter in der Noth, als wir die Axe zerbrochen hatten.

O, et ſteht noch vor mir, rief Henriette,der ſtattliche, liebreiche Mann in ſeinem einfachen blauen Ueberrocke, nur das nelkenrothe Band im Knopfloche! Er fuhr uns im eignen Wagen zur Tante. Wie ge⸗ fällig und artig!.

Und in der Schlacht erſt, mein Kind, ſprach der Coufin wärmer,da ſollteſt Du ihn ſehen, im⸗ mer mitten im Feuer, ein wahrer Roland von Frank⸗ reich.

Ich ſah ihn ſpäter noch einige Male unter un⸗ ſern Fenſtern vorüberreiten, e tzähl te.in prachtvoller Uniform, auf königlichem) appen, umringt von gold⸗ und ſilberbedeckten Offizieren.

Ja, das ſteckt nun Alles draußen, meinte der Coufin,im nordiſchen Eiſe; aber mir iſt nicht bange, ſie werden ſich ſchon durchſchlagen.

Wo liegt denn Borosk? frug das Mädchen.

Du meinſt Borowsk, von wo der Onkel das letzte Mal geſchrieben?

Henriette bejahte.

Ja, ich ſuche den Ort vergebens, erwiederte der Jüngling,er muß auf der Straße von Moskau nach Kaluga liegen. Hier ſteht zwar ein Brokows, aber das iſt es wohl kaum.

Und Moskau? frug die gelehrige Couſine weiter.