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„Ich ließ ſie durch den Hausknecht im„blecher⸗ nen Löffel“ befördern.“
Dem Bürgermeiſter war jetzt manches Räthſel ge⸗ löſt; indeß wünſchte er auch über die außerordent⸗ lichen Kunſtleiſtungen, z. B. über das Kopfabſchnei⸗ den, Hörnerwachſen einigen Aufſchluß.
„Dies,“ erwiederte achſelzuckend der Mohr von Venedig,„muß vor der Hand allerdings mein Ge⸗ heimniß bleiben. Der geſtrenge Herr Bürgermeiſter würde ſich alle Illuſion zerſtören, wenn er das Wie und Warum vorher erführe. Doch ſtehe ich gern bereit, nach meiner heutigen Vorſtellung alle mögliche Auskunft zu ertheilen.“
Sebaſtian mußte ſich hiermit beruhigen und der Mohr von Venedig empfahl ſich zu geneigteſtem Wohl⸗ wollen.
„Nun, Safian,“ begann der Bürgermeiſter, als ſich der Schwarze entfernt hatte,„was ſagſt Du?“
„Ein Teufelskerl!“
„Das ſag' ich auch. Uebrigens möcht' ich wiſſen, ob es jener Mohr von Venedig iſt, von dem die Comödianten vor'm Jahre munkelten, daß er ſeine Frau erdroſſelt habe.“
„Ja, das möcht' ich auch wiſſen,“ geſtand Safian.
„Die Sache intereſſirt mich.“
„Mich auch.“
„So lauf' ihm raſch nach,“ gebot der Bürger⸗ meiſter,„er kann das Haus noch nicht verlaſſen ha⸗ ben, und lad' ihn ein, ſich noch einmal herauf zu bemühen.“
Mit einem„ſogleich“ eilte Safian davon.
„Ich bin nun fünfundzwanzig Jahre Bürgermei⸗ ſter von Zuckelhauſen,“ begann Sebaſtian in der Stellung Napoleon's, die Hände auf dem Rücken im


