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Friederike verhindern, der Vorſtellung beizuwohnen, wie gern ich ihr den Spaß geſtattet hätte.“
„Thun Sie das, geſtrenger Herr Bürgermeiſter, zumal wenn Demoiſelle Tochter noch unverlobt ſein ſollte. Ueber eine Verlobte habe ich ſo gut wie keine Gewalt.“
„Der ihr beſtimmte Bräutigam trifft erſt den hohen Neujahrstag ein, wo die Verlobung gefeiert werden ſoll,“ ſprach Sebaſtian.
„Dann wahren Sie Ihr Kind,“ beſchwor der Mohr,„blutige Thränen würd' ich weinen, ſollte ſie durch mich unglücklich werden.“
„Wäre denn das Unglück wirklich ſo groß?“ fragte der beſorgte Vater.
„Unermeßlich,“ betheuerte der Mohr,„denn da ich aus Pflichtgefühl die Liebe der armen Kinder nicht erwiedern darf, verfallen ſie entweder in Wahnſinn oder legen frevelhafte Hand an das eigene Leben.“
Der Bürgermeiſter ſchauderte und Safian rief er⸗ griffen:„O Weiber, Weiber, räthſelhaftes, unerforſch⸗ liches Geſchlecht! Ich ſeh' es an meiner Alten.“
„Um großem Unglück möglichſt vorzubeugen,“ fuhr der Mohr fort,„und alles Aufſehen zu vermeiden, reiſe ich daher incognitv, trage eine lichte Maske und ſteige in den unanſehnlichſten und entlegenſten Gaſt⸗ höfen ab. So hab' ich auch vermieden, in hieſiger Stadt zu übernachten, ich logire im„blechernen Löf⸗ fel“ vor dem Thore.“
Dem Bürgermeiſter wie Safian ging jetzt ein Licht auf, warum man des Schwarzen in der Stadt nicht hatte habhaft werden können.
Sebaſtian lobte des Mohren Klugheit und erkun⸗
digte ſich zugleich, wie die Viſitenkarte in ſeinen Ka⸗
ſten gelangt ſei?


