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„Sprechen Sie,“ ſagte Sebaſtian.
„Daß meine Vorſtellungen nur für Perſonen männlichen Geſchlechts beſtimmt ſind.“
„Ach, Sie fürchten,“ lachte der Bürgermeiſter, „daß unſere Zuckelhäuſerinnen bei der Kopfabſchnei⸗ derei in Ohnmacht fallen werden. Seien Sie unbe⸗ ſorgt, die hieſige Damenwelt hat ſtarke Nerven und fällt nicht ſo leicht in Ohnmacht.“
„Dies fürchte ich auch weniger; aber ich muß dem Herrn Bürgermeiſter noch ein Geſtändniß offen⸗ baren.“
Da Sebaſtian nichts lieber vernahm als Geſtänd⸗ niſſe, war er ganz Ohr.
„Sobald mich nämlich,“ offenbarte der Mohr von Venedig,„ein Frauenzimmer ſprechen hört, iſt es verliebt in mich, und will mich ſchlechterdings heirathen.“
„Das wäre der Teufel,“ ſprach der Bürgermeiſter.
„Das ſage ich auch,“ meinte Safian.
„Ein wahrer Fluch, der auf mir ruht,“ fuhr der Mohr von Venedig fort,„Gräfinnen und Herzogin⸗ nen ſind mir nachgereiſtt; ich habe mich wenigſtens achthundert Mal mit eiferſüchtigen Ehemännern duel⸗ liren müſſen.“
Der Bürgermeiſter konnte vor Erſtaunen über dieſe neue außerordentliche Eigenſchaft kaum zu ſich kommen. Safian ſuchte ſich die Sache auf natür⸗ lichem Wege zu erklären:„'s ein Mohr,“ ſagte er, „und als ſolcher was Apartes und das lieben die Weiber.“
„Wie unglaublich mir Ihre Mittheilung,“ ſprach der Bürgermeiſter,„ſo werde ich doch die geeigneten Maßregeln treffen, daß Sie nur ein männliches Pu⸗ blikum vorfinden. Ich ſelbſt werde meine Tochter


