Teil eines Werkes 
9. Band, Je länger je lieber : Phantasiestücke und Erzählungen : [1] (1853)
Entstehung
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gierig, das iſt eine bekannte Sache. Und bin ich weg, geht's über Sie her.

Der Bürgermeiſter, welcher durch dieſe Worte einigermaßen nachdenklich geworden, erkundigte ſich jetzt gleichfalls eines Nähern nach demgeräuſchloſen Kunſtſtücke.

Iſt ſehr einfach, erwiederte der Mohr von Ve⸗ nedig,ich ſchneide dieſem Giaur die Bruſt auf, löſe das Herz ab, präſentire es dem verehrten Herrn Bürgermeiſter auf dem Knöchel meines linken Dau⸗ men, balancire es ſodann auf der Naſenſpitze und ſpiele ſpäter ein wenig Fangball damit.

Und das nennt er ein geräuſchloſes Kunſt⸗ ſtück? ſchauderte Safian,er begreift nicht, daß ich wie ein Stier brüllen würde.

Nicht nucken würdeſt Du, verſicherte der Künſtler.

Alſo gleich todt?! Gehorſamer Diener.

Ein Schnitt und die Sache iſt abgemacht.

Wit einem Schnitte kann allerdings viel abge⸗ macht werden; ich mag mich aber nicht ſchneiden laſſen.

Mein Gott, belehrte der Bürgermeiſter,be⸗ greifſt Du denn gar nicht, daß es bei dieſem vorien⸗ taliſchen Kunſtſtücke weder auf Dein Herz, noch auf Dein Leben abgeſehen iſt; würde ich ſonſt, als Chef der Polizeibehörde, ein ſolches Attentat geduldig zu⸗ laſſen? Es iſt Alles ja nur Schein.

Schein trügt. ſprach Safian,man ſoll den Teufel nicht an die Wand malen.

Alſo, fuhr der Magier fort,der Giaur will ſein Herz nicht hergeben?

Und wenn Sie mir ſonſt was böten.

Wohlan! ſo leihe Er Seinen Bauch her zu einer