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Dieſe Worte waren wieder mit einer plaſtiſchen Handbewegung begleitet, die nichts zu wünſchen übrig ließ. Sebaſtian, obſchon ihm die fremde Mundart und die ſchwarze Fratze imponirte, gewann ſo viel Courage, einzugeſtehen, daß er der berühmte Staats⸗ mann und Bürgermeiſter von Zuckelhauſen ſei.
„Ich weiß genug,“ erwiederte der Mohr und machte abermals eine pantomimiſche Bewegung, die unfehlbar hohe Verehrung ausdrückte, dem Bürgermeiſter aber, wie auch Safianen etwas nach Türkenthum ſchmeckte. Da Sebaſtian an dem Schwarzen keine Waffe wahr⸗ nahm, hielt er ſich zu der ergebenſten Frage ermäch⸗ tigt, welchem glücklichen Sterne er den ſeltenen Be⸗ ſuch zu verdanken habe? Safianen aber blieb der Mund offen; ſo höflich hatte er den Bürgermeiſter im Leben nicht gefunden.
„Kunſtſinn, bloßer Kunſtſinn,“ verſetzte der Mohr.
„Ein ſchöner Sinn,“ geſtand Sebaſtian.
„Den ich zum Raſendwerden liebe,“ platzte der Südländer mit aller Leidenſchaftlichkeit ſeiner Zone heraus, daß Sebaſtian gerathen fand, den Schritt, den er bereits vorwärts getban, wieder zurück zu thun. Auch Safian, deſſen Naſeweisheit ſich bereits ſo weit verirrt hatte, das ſchwarze Naturſpiel in der Nähe zu betrachten, ſprang erſchrocken zurück.
Der Mohr begann jetzt mit ſolcher Exaltation ſich über die Kunſt zu eppectoriren, ließ eine ſolche Menge vrientaliſcher Hyperbeln einfließen, daß es weder der Bürgermeiſter noch ſein Diener für gerathen fanden, dieſen Redeſtrom zu unterbrechen oder zu dämmen.
„Ich lobe mir ein ſolides deutſches Temperament,“ ſeufzte Sebaſtian, als der Schwarze mit ſeiner gött⸗ lichen Kunſt gar kein Ende finden wollte,„das artet nicht ſo aus.“ Sebaſtian benutzte die Pauſe, die der


