Teil eines Werkes 
9. Band, Je länger je lieber : Phantasiestücke und Erzählungen : [1] (1853)
Entstehung
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der Bäckerin gerichtet waren, der eigentliche Zünd⸗ ſchwamm und Todtenwecker ſei, der die Meiſterin allar⸗ mire. Lafleur ſtellte ſich daher als Mond zwiſchen die Frau und den Stutz. So ward Ruhe und die Obeliske und Triumphbogen ſtiegen dans le dernier gont de Paris auf dem Himmelsglobus der Bäckerin empor.

Auf meinen Vetter kam wieder erſtaunlich viel an, ſchlug er los, ſo war ein neuer Vulkanausbruch unvermeidlich und der ganze Babelthurm ſtürzte zu⸗ ſammen. Lafleur fürchtete dies auch. Er warf zu⸗ weilen einen Blick nach dem verhängnißvollen Zeiger, gewahrte mit Schaudern, wie die Kataſtrophe immer näher rückte und ſengte und brennte mit Todesverach⸗ tung in den Flechten und Zöpfen.

Jetzt fehlten nur noch zwei Minuten an neun Uhr. Mir ward bange um Lafleur. Der ſanguini⸗ ſchen Meiſterin war Alles zuzutrauen. Außer dem Zuſammenſturze des Babelthurms war auch der linke Backen des Friſeurs durch die unbeſchäftigte kampflu⸗ ſtige Rechte der Bäckerin bedeutend bedroht. Lafleur, der meine Gedanken theilen mochte, ergriff daher ſeine Vorkehrungen. Er ließ ſich von dem anweſen⸗ den Kammermädchen zwei der längſten goldenen Haar⸗ nadeln und ein neues glühendes Brenneiſen reichen, womit er die gefährliche Rechte ſeiner Gegnerin in Schach hielt; der Linken gab er eine Flechte zu hal⸗ ten und machte ſie ſo kampfunfähig. Zugleich eom⸗ mandirte er das Mädchen mit einem Spiegel vor, wo ſich die Bäckerin die erſtandenen Schanzkörbe und Be⸗ lagerungswerkzeuge ſelbſt inſpieiren konnte und ergoß ſich nun in eine bis jetzt ſorgfältig aufgeſparte Apo⸗ theoſe des vortrefflichen Lockenhauptes der Frau Mei⸗ ſterin, wobei er nicht unterließ, höchſt abſprechende