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„Wenn auch dieſe nicht,“ lächelte Eccarius,„aber ich glaube auch, daß Sie bei guter Wirthſchaft und erwähnter Einnahme in Neukirchen nicht Noth zu lei⸗ den brauchen. Nun ſehen Sie, ich wüßte eine ſolche Stelle für Sie; der zeitherige Rechnungsführer in meiner Fabrik tritt in Staatsdienſt. Unter der Bedin⸗ gung, daß Sie heirathen, ſollen Sie dieſe Stelle haben.“
Kappler glaubte vom Stuhle zu fallen; aber zu⸗ gleich bedachte er auch, daß der Hofcommiſſair nur ſpaße.
„Es iſt mein vollkommener Ernſt,“ fuhr Eccarius ruhig fort,„aber, wie geſagt,— heirathen, das iſt die Hauptbedingung.“
„Ja, wenn mich nun aber keine mag,“ ſtammelte endlich der Sportelſchreiber kleinmüthig.
„Es wird Sie ſchon eine mögen,“ verſetzte der Hofeommiſſair.„In der Hoffnung, daß Sie nichts dawider haben, bin ich ſo frei geweſen, in Ihrem Namen bei einem wahrhaft liebenswürdigen Mädchen um Derv Hand zu bitten und habe keine— abſchläg⸗ liche Antwort erbalten.“ 2
Dem Sportelſchreiber ward es jetzt außerm Spaße; er faltete die Hände und ſprach Gott ergeben:„Mein Leben ſteht in Ihrer Hand, hochverehrteſter Herr Hof⸗ kammercommiſſair.“
„Wohlan,“ fuhr Eccarius ernſt fort,„ich will Sie, lieber Kappler, nicht länger auf die Folter der Neugier ſpannen. Ziehen Sie morgen Ihr ſonntäg⸗ lich Kleid an und halten Sie in Perſon um die lie⸗ benswürdige Agnes Langſchädel an. Ich gebe Ihnen mein Wort als Ehrenmann, Sie werden keinen Korb erhalten. Ich habe bereits Alles in Ordnung gebracht, das Mädchen war Ihnen von jeher nicht ungewogen, durch Ihre ſo wahrhaft edelherzige Handlung aber, indem Sie unbekannter Weiſe Ihre ſämmtlichen ſauer erſparten paar Thaler zum Opfer brachten, haben Sie


