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aber er kommt von Gott, auch mein Heiland hat ihn trinken müſſen; er ſei mein Troſt, und der Name des Herren ſei gelobt.“
Der Sportelſchreiber fand ſich durch dieſe religiö⸗ ſen Gedanken in ſo weit geſtärkt, daß er wenigſtens wieder auf ſeinen eigenen Füßen ſtehen konnte. Er ſtand wirklich im Begriff, ſeinen Weg nach den Ufern der Werla einzuſchlagen, um ſeinem Leben, das jetzt keinen Werth mehr für ihn hatte, ein Ende zu machen, als der Hofeommiſſair unter den ſchattigen Linden die Promenade ziemlich eilfertig daher kam.
Kappler, mit Todesgedanken beſchäftigt, hatte eine wahre Menſchenſcheu bekommen. Er ſah den Hofeommiſſair zwar daher kommen, erkannte ihn jedoch nicht, und um der Menſchengeſtalt nicht in den Weg zu gerathen, wollte er einen Fußpfad einſchla⸗ gen, der von der Lindenallee abwärts nach dem Werla⸗ ufer führte, als er mit Entſetzen die Stimme des Hofcommiſſairs hörte, die ihm ſchon von ferne zurief, ſtehen zu bleiben.
„Das wird wohl deine letzte Prüfung hienieden ſein, Kappler,“ ſprach der Sportelſchreiber ſeufzend zu ſich ſelber,„wär'ſt du nur ſchon todt.“
Er war ſtehen geblieben und harrte geduldig, was das Leben in der Perſon des Hofcommiſſairs noch von ihm wolle. Seine Stimmung, durch das allzugroße Unglück niedergebeugt, war ſchon reſignirend geworden.
Eccarius kam ſchnellen Schrittes auf den Spor⸗ telſchreiber zu, und nahm ihn, ohne daß er deſſen verzweifelten Zuſtand bemerkt hätte, vertraulich un⸗ ter'm Arm.
„Es iſt gut, daß ich Sie treffe,“ ſprach er ange⸗ legentlich,„ich würde Sie ſonſt in Ihrem Quartier aufgeſucht haben; ſagen Sie mir vor allen Dingen, Kappler, haben Sie nicht Luſt zu heirathen?“


