Teil eines Werkes 
8. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 3. Theil (1853)
Entstehung
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nige Thaler verloren, ſo daß ich für den Augenblick total außer Stande bin, es Ihnen zurückzuzahlen; indeß ſollen Sie nicht zu lange zu warten brauchen; ich hoffe auf Summen aus dem Süden.

Der Sportelſchreiber ward todtenbleich, ſeine Knie begannen zu wanken und er mußte ſich an dem neben ihm befindlichen Zaune anhalten, um nicht umzuſin⸗ ken. Er war im erſten Augenblicke nicht vermögend, ein Wort hervorzubringen.

Was ſind achtzig Thaler in Ihrer Kaſſe, trö⸗ ſtete der Lieutnant,die werden ſo bald nicht vermißt.

Aber ich brauche ſie heut' Nachmittag, ſtam⸗ melte der unglückſelige Kaſſenverwalter.

So müſſen Sie ſich auf irgend eine Ausflucht beſinnen, erwiederte Langſchädel,ein kleines Deficit kommt oft vor, ſo etwas fällt nicht auf.

Kleines Deficit ſprach Kappler erſterbend.

Noth macht erfinderiſch, fuhr der Lieutnant fort,Sie werden ſchon etwas ausſinnen. Ich habe noch fünf Thaler von dem Gelde, damit will ich ſo eben noch einmal mein Glück verſuchen; wenn mir letzteres wohl will, kann ich in Kurzem die achtzig Thaler wiedergewinnen und noch ein paar Mal achtzig dazu. Aber ich muß eilen, ſonſt finde ich keinen gu⸗ ten Platz am Pharavtiſche.

Mit dieſen Worten eilte er ſo ſchnell, als ihn ſeine Füße tragen wollten, davon, und ließ den Spor⸗ telſchreiber in einem Zuſtande zurück, der kaum zu beſchreiben iſt.

Daß die Schlechtigkeit und Gewiſſenloſigkeit bei den Menſchen einen ſo hohen Grad erreichen könnten, wie er ſie jetzt am Lieutnant kennen gelernt, davon hatte der unſchuldige Kappler freilich nie eine Ahnung gehabt. Das größte Unglück, gepaart mit Verzweif⸗

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