Teil eines Werkes 
8. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 3. Theil (1853)
Entstehung
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daß er von Gottes Wegen künftig nicht einen Finger breit abweiche.

Der gute Sportelſchreiber eilte, als die Rathhaus⸗ uhr die Stunde der Befreiung geſchlagen, wie ein junger Gott nach Hauſe, flehte zum Himmel, daß er ihn, wie alle Menſchen, vor einer ähnlichen Prüfung bewahren möge, und verzehrte ſein frugales Mittags⸗ brod unter dankenden Gebeten.

Indeß ſollte trotzdem die Prüfung des guten Kappler noch nicht ihr Ende erreicht haben, er ſollte wegen ſeiner Unvorſichtigkeit, dem Lieutnant eine bedeutende Summe geliehen zu haben, noch härter beſtraft werden.

Der Sportelſchreiber hatte abgetafelt und hoffte von Minute zu Minute, Langſchädeln mit den acht⸗ zig Thalern in's Zimmer treten zu ſehen. Wer aber nicht erſchien, war der Herr Lieutnant. Kappler, nachdem faſt eine halbe Stunde über den Termin der Rückzahlung verſtrichen, ward unruhig; er wartete noch eine halbe Stunde, und als auch da der Brücken⸗ zollgeldereinnehmer nicht erſchien, ward der Sportel⸗ ſchreiber ſehr ärgerlich.

Dieſe Nachläſſigkeit des Herrn Lieutnants, ſprach er,grenzt faſt an Gewiſſenloſigkeit. Punkt halb Eins ſollte ich das Geld wieder haben, und jetzt hat es halb zwei geſchlagen und ich warte noch immer. Das hat man davon, wenn man gefällig iſt. Wenn das Geld mein wäre, wollte ich nichts ſagen, ſo aber iſt es anvertrautes Gut. Der Herr Lieutnant ſollte doch wiſſen, was es damit auf ſich hat.

Als der Herr Lientnant trotz dieſer ſehr richtigen Bemerkungen nichts von ſich hören ließ, gerieth der Sportelſchreiber in immer größere Unruhe und Beſorgniß.

Es iſt wahrhaftig nicht auszuhalten, ſprach er, wo ſteckt nur Langſchädel? Binnen einer kleinen

Stolte, ſämmtl. Schriften. ViI. 13

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