Teil eines Werkes 
8. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 3. Theil (1853)
Entstehung
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überantwortet. Doch kaum war dieſes Geld aus ſei⸗ nen Händen, als ihn eine Angſt ergriff, wie er ſolche noch nie in ſeinem Leben empfunden hatte. Ruhlos⸗ und in halber Verzweiflung rannte er noch in ſpäter Abendſtunde in's Freie, um den böſen Gedanken, die ihn unabläſſig verfolgten, zu entfliehen. Wiederholt ſtand er im Begriff, zu Langſchädeln zu eilen und denſelben bei der Barmherzigkeit des Himmels zu be⸗ ſchwören, die Geldſumme wieder herauszugeben, weil ſein Gewiſſen ihm keine Ruhe laſſe. Einmal war er wirklich nach dem Brückenhauſe unterwegs und ſchon in die Nähe deſſelben gekommen, als der Zufall wollte, daß ihm Langſchädel, welcher unterdeß die achtzig Tha⸗ ler nach Hauſe getragen und nur einen Theil der Summe zu ſich geſteckt hatte, um gewiſſenlos genug mit dem fremden Gelde ſein Glück auf der Spiel⸗ bank von Neuem zu verſuchen, entgegen kam. Die Zwei rannten, da es bereits dunkel war, an einan⸗ der, denn Beide hatten den Kopf voll und große Eile, Kappler, um das Brückenhaus, und Langſchädel, um die Spielbank ſo ſchnell wie möglich zu erreichen.

So wie der Sportelſchreiber den Lientnänt er⸗ kannte, begann er ſogleich mit Beſchwörungen Him⸗ mels und der Erde, daß Langſchädel ihm nur die einzige Gnade erzeige und das Geld wiedergebe.

Es läßt mir nirgends Ruhe, betheuerte Kapp⸗ ler voller Angſt,es iſt mir zu Muthe, als habe ich einen Todtſchlag begangen.

Einbildungen, erwiederte der Lieutnant,Phan⸗ taſieblaſen; das kommt vom Magen, Sie ſitzen zu viel, machen ſich zu wenig Bewegung; trinken Sie ein Glas Waſſer, da wird Ihnen beſſer werden.

Vier Meßkannen, geehrter Herr Lieutnant, hab' ich ſchon hinunter, verſicherte der Sportelſchreiber, aber es hilft nichts.

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