Teil eines Werkes 
8. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 3. Theil (1853)
Entstehung
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Kappler ließ dieſe harten Beſchuldigungen ſchwei⸗ gend über ſich ergehen. Er litt unausſprechlich.

Der Brückenzollgeldereinnehmer feuerte jetzt ſein letztes Belagerungsgeſchütz auf den Sportelſchreiber ab.

Wohlan, ſprach er,wenn auch meine Ehre, mein Leben Ihnen nichts gilt, ſo bedenken Sie we⸗ nigſtens meine Nichte. Dieſes eben ſo unſchuldige wie unglückliche Mädchen verliert in mir ihren einzi⸗ gen Schutz und Schirm, ihren Ernährer. Mein Un⸗ glück reißt auch ſie in den Abgrund. Sie wird meine Schande und meinen Tod nicht überleben und mir in die Wellen folgen. Das bejammernswerthe Kind, das immer ſo liebevoll von Ihnen ſprach und ſtets ſo große Stücke auf Sie hielt. Durch eine unbedeu⸗ tende Gefälligkeit konnten Sie uns retten. Sie ha⸗ ben es nicht gewollt. Wohlan, unſer Blut über Sie, Herzloſer!

Das war zu viel. Der Sportelſchreiber ſank ver⸗ nichtet auf einen Stuhl und bedeckte das Geſicht mit beiden Händen.

Zwölftes Rapitel.

Der verhängnißvollſte Tag im Leben des Sportelſchreibers Kappler.

Der Sportelſchreiber war endlich der Verſuchung unterlegen und hatte, wie ſehr ſich auch ſein Gewiſ⸗ ſen dagegen ſträubte, die achtzig Thaler aus der ihm anvertrauten Kaſſe entnommen und ſie Langſchädeln