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man mich nur beleidigen würde, ſo man mir das Geld geradezu einhändigte.“
Der Sportelſchreiber erlaubte ſich jetzt die ſchüch⸗ terne Bemerkung, ob der Herr Lieutnant nicht einen Theil der Louisd'ore dazu verwenden wollte, die be⸗ wußten achtzig Thaler zu decken?
„Wo denken Sie hin,“ ſtellte Langſchädel vor, „die hundert Louisd'ore langten gerade, meine fälligen Einzahlungen bei der engliſchen Nordbahn zu beſtrei⸗ ten. Sie glauben nicht, was ſo vierzig Stück Actien für Geld freſſen. Freilich hätt' ich ahnen können, daß der Teufel den Kreisinſpector ſo unverhofft nach Neukirchen führen würde, mochten meinetwegen ein halb Dutzend Aetien zum Guckuck gehen.“
„Es iſt doch ein höchſt ſonderbarer Mann, dieſer Herr Lieutnant,“ dachte Kappler,„ſpeculirt enorm in Actien und läßt es wegen ſieben und funfzig Thalern und achtzehn Groſchen auf die Auspfändung ankommen.“
„Sie ſehen hieraus,“ fuhr der Lientnant fort, „daß es mit meinen Finanzen keineswegs ſo übel ſteht, wie der hieſige Pöbel meint. Wenn ich die Schuld, wegen welcher ich exequirt werden ſollte, nicht ſchon längſt abtrug, ſo geſchah dies aus keinem an⸗ dern Grunde, als um meinen geldgierigen Gläubiger zu ärgern. Etwas Anderes iſt es mit dem Kaſſen⸗ deficit, dieſes würde mich in der That compromittiren und den Leuten viel zu reden geben. Sie wiſſen, wie es in ſolchen Dingen in unſerm guten Neukirchen hergeht. Darum, lieber Kappler, verſchaffen Sie mir nur bis heute Abend das Geld, welches morgen um dieſe Zeit wieder in Ihren Händen iſt.“
Kappler begann von Neuem zu ſchwitzen. Der Gedanke, an der ihm anvertrauten Kaſſe ſich zu ver⸗ greifen, widerſtrebte ſo ſeinem ganzen Weſen, daß er
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