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nicht über zwei Thaler Preußiſch zu gebieten habe; eine unvorhergeſehene Ausgabe—“
„Von Ihrem Gelde will ich ja gar nichts; ich weiß, daß Sie in bedrängten Verhältniſſen leben, es wäre dies ein Verlangen, das ich mir nie verzeihen könnte; nein, nur die Gefälligkeit ſollen Sie mir er⸗ zeigen und die bewußte Summe aus Ihrer Sportel⸗ kaſſe vorſtrecken.“
„Aber anvertraute Gelder, hochgeehrter Herr Lieutnant, ich bitte Sie im Namen Himmels und der Erde!“
„Aber, Kappler, ſo begreifen Sie doch. Iſt es denn ein ſo großes Verbrechen, ob die achtzig Thaler ein paar Stunden in Ihrer Sportelkaſſe oder in mei⸗
nem Pulte liegen? He! zumal wenn es ſich um die
Reputation und das Leben eines Mannes handelt, deſſen Verdienſte um das Vaterland während des Frei⸗ heitskriegs gar nicht in Abrede zu ſtellen ſind?“
„Aber, geehrteſter Herr Lieutnant, Sie könnten ja doch von einem Andern, der nicht ſo heilige Rück⸗ ſichten zu nehmen—“
„Allerdings,“ verſetzte Langſchädel,„es bedürfte eines Wortes beim Hofcommiſſair oder bei Sonnen⸗ ſchmidten, eines Wortes, wie geſagt, und das Geld läg' aufgezählt da; aber die Sache iſt zu delicat, ich kann mich nicht Jedem bloßſtellen. Hier bedarf's ei⸗ nes disereten, eines höchſt verſchwiegenen Mannes, und Sie wiſſen ſelbſt, weder Eccarius noch Sonnenſchmidt haben das Schweigen gelernt. Zu Ihnen, lieber Kapp⸗ ler, hab' ich ein unbegrenztes Vertrauen; Gott ſtraf' mich, Ihnen könnte ich die geheimſte Falte meines Herzens öffnen.“
„Mir höchſt ſchätzbar,“ entgegnete der Sportel⸗


