Teil eines Werkes 
8. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 3. Theil (1853)
Entstehung
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vor. Ich helfe Ihnen auch wieder, wenn an Ihrer Sportelkaſſe einmal etwas fehlen ſollte.

Daß mich Gott, der Allerbarmer, vor ſolchem Unglück gnädiglichſt bewahre, rief Kappler mit ge⸗ falteten Händen.Es wäre mein gewiſſer Tod.

Einfalt, man darf nicht gleich den Kopf verlie⸗ ren, meinte der Brückenzollgeldereinnehmer,ſo lange man noch auf gute Freunde rechnen kann, iſt nichts verloren. Ich lege mein Geſchick, mein Leben in Ihre Hände, achtzig Thaler nur auf vier und zwanzig, nur auf zwölf Stunden.

Der Sportelſchreiber, in deſſen Händen nach Lang⸗ ſchädel's eigener Ausſage deſſen Geſchick und Leben liegen ſollte, gerieth darüber in eine unbeſchreibliche Angſt. Er bereute jetzt, geſtern ſein ganzes Vermö⸗ gen an des Lientnants Nichte geſchickt zu haben; vielleicht wäre Langſchädel heute damit zu retten ge⸗ weſen. Auspfändung war nach ſeiner Anſicht lange nicht ſo ſchlimm als ſchimpfliche Abſetzung und Ver⸗ zweiflungstod in den Wellen. Aber die ihm anver⸗ traute Kaſſe anzugreifen, nimmermehr!

Aber, verehrteſter Herr Lieutnant, rief Kappler mit über dem Kopfe zuſammengeſchlagenen Händen, was kann ich Unglückſeliger für Sie thun, wenn die Sachen ſchon ſo böſe ſtehen?

Nichts iſt verloren, wenn Sie Ihre Hand nicht abziehen, ſprach der Brückenzollgeldereinnehmer.

Aber ich kann Ihnen nicht helfen, und wenn ich mein Blut laſſen wollte.

Nach Ihrem Blute verlang' ich nicht, verſetzte der Lieutnant,Sie ſollen mir nur auf wenige Stun⸗ den achtzig Thaler vorſchießen.

Aber wenn ich Ihnen nun hoch und theuer ge⸗ lobe, hochgeehrter Herr Lieutnant, daß ich dermalen