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Was vermag nicht die Liebe!
Unglücklicher Kappler, du ſchlummerſt ſo ſanft und ahneſt nicht, welch' ein neues Ungewitter, ſchwe⸗ rer als alle zeitherigen, über deinem Haupte ſich zu⸗ ſammenzieht.
Elftes Rapitel. Die Verſuchung.
P Sportelſchreiber ſaß bei ſeinem frugalen Mit⸗ tagsmahle, das aus einem Gerichte Linſen und einem mäßigen Stücklein Wurſt beſtand, als nach einem des⸗ peraten Gepolter auf der Treppe die Thüre aufſprang, und der Lieutnant mit ziemlich verſtörtem Geſicht in's Zimmer trat.
Kappler erſtaunte ob des unerwarteten Beſuchs, und erſchrak, als er die Phyſiognomie des Eingetre⸗ tenen näher beſichtigte.
„Sportelſchreiber,“ begann Langſchädel, indem er ſich verzweifelt auf einen Stuhl warf,„wiſſen Sie es ſchon?“
„Kein Wort, mein verehrter Herr Lieutnant,“ ge⸗ ſtand Kappler.
„Ich bin verloren!“ tönte es dumpf.
„Heiliger Himmel,“ rief zitternd der Sportel⸗ ſchreiber,„warum denn verloren?“
„Verloren,“ fuhr der Brückenzollgeldereinnehmer fort,„wenn Sie mich nicht retten!“
„Ich?“ frug Kappler zagend, und es ward ihm


