Teil eines Werkes 
8. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 3. Theil (1853)
Entstehung
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dem Zimmer vorging. Er hatte gerade den Augen⸗ blick getroffen, wo Agnes den Brief eröffnet und in freudiger Verwunderung die alten Münzen betrachtete.

Schnell kehrte der Hofcommiſſair von ſeiner Re⸗ cognoscirung zurück.„Sie hat ihn gefunden,“ ſprach er zu Karln,„jetzt komme und melde dies dem Herrn Sportelſchreiber. Aber wie geſagt, daß Du ihm vor der Hand ja verſchweigſt, mit mir geſprochen zu ha⸗ ben; es würde ihm große Unruhe machen, wenn er er⸗ führe, daß außer Dir noch Jemand um ſein Geheim⸗ niß wüßte.“

„Ich werde mich wohl hüten,“ erwiederte der Knabe,„dem Herrn Sportelſchreiber Etwas mitzu⸗ theilen, das ihm Unruhe machen könnte.“

„Weißt Du denn, wer ich bin?“ frug ſchließlich Eecarius.

„O ja, der Herr Hofcommiſſair,“ ſprach Karl.

„Nun gut, da beſuche mich Morgen Nachmittag,“ fuhr Eccarius fort,„mein Haus wird Dir bekannt ſein“

Der Knabe verſprach dies frendig, empfahl ſich und eilte in die Stadt zurück, um Kapplern die frohe Kunde zu bringen, daß ſich Brief und Geld glücklich in den Händen der Demoiſelle Langſchädel befänden, während der Hofcommiſſair noch ganz aufgeregt von dem ſeltenen Edelſinne des Sportelſchreibers, ſeinen Spaziergang längs der Promenade fortſetzte.

Auf den ſchönen Sonnenuntergang folgte der pracht⸗ vollſte Sternenhimmel. Kappler ſchaute zagenden Her⸗ zens aus dem Fenſter und begriff gar nicht, wo ſein getreuer Pamphylio, Karl Beier, bleibe, welchen er mit ſeinem ganzen Vermögen nach dem Brückenhauſe geſandt hatte.

Tauſend unheilvolle Gedanken durchkreuzten des