Teil eines Werkes 
8. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 3. Theil (1853)
Entstehung
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heiſchig machte, ſofort die noch ſchuldige Summe nebſt reichlichen Intereſſen zu bezahlen.

Dafür verſprach ihm auch Sonnenſchmidt ſeinen unermüdlichen Beiſtand.

„Lieutnant, die Sache iſt abgemacht,“ ſprach der Inſpector, mit ſeiner Rechten in die Langſchädel's ein⸗ ſchlagend;„aber jetzt müßt Ihr mir noch Eins heilig und theuer geloben.“

Der Lieutnant gelobte heilig und theuer, ohne zu wiſſen, was er eigentlich geloben ſollte.

„Daß Ihr,“ ſprach Sonnenſchmidt,„von der gan⸗ zen Sache gegen keinen Sterblichen ein Wort verlau⸗ ten laßt. Ihr wißt, was es mit der Rache der un⸗ ſichtbaren Mächte auf ſich hat; dieſe ſind wahrhaft unausſtehlich, ſo man ihre Geheimniſſe ausplaudert. Nicht nur, daß wir Beide um den Schatz kommen, auch unſer Leben geriethe in große Gefahr. Wie geſagt, die Geiſter ſind da unerbittlich.“

Ein ſo frommer Mann, wie Sonnenſchmidt, der mit der hocherleuchteten Geiſtlichkeit auf ſo vertrau⸗ tem Fuße ſtand, mußte das wiſſen.

Langſchädel ſchwur wie raſend, nichts zu verrathen. Er hätte ſich lieber die Zunge ausreißen mögen, um den Inſpector von der Wahrhaftigkeit ſeines Schwurs zu überzeugen.

Die Beiden beſchloſſen ſofort alle Anſtalten zu treffen, das geheimnißvolle Abenteuer in der nächſten Nacht in Ausführung zu bringen.