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wohnern Neukirchens in das Traumgeheimniß ein⸗ weihen?! Wo den eben ſo muthigen wie disereten Mann finden, mit dem das Abenteuer zu beſtehen? Das waren Fragen, deren Beantwortung dem Lieut⸗ nant außerordentlich im Kopfe herumgingen. Er ſann hin und wieder.
„Dem Erſten Beſten kannſt du dich unmöglich anvertrauen,“ ſprach Langſchädel zu ſich;„wie leicht könnte ein ſolcher die Sache allein ſich zu Nutze ma⸗ chen, den Schatz heben und in ſeinem Nutzen ver⸗ wenden und du hätteſt umſonſt geträumt. Es muß daher ein gewiſſenhafter, wo möglich ein religiöſer Mann ſein; wenn du ihm auch für den zu leiſtenden Beiſtand einige Procente vom Schatze abtreten mußt. Umſonſt iſt der Tod; und ich glaube, der Traumgott wird ſich nicht malhonnet zeigen, ſo daß für Beide Erkleckliches abfällt.“
Nach halbſtündigem angeſtrengten Nachdenken, in welchem der Lieutnant ſeine ganze Beurtheilungs⸗ und Combinationsgabe aufbot, kam er ſo weit, in dem Inſpector Sonnenſchmidt ſo ziemlich alle gewünſchten Eigenſchaften zur Schatzerhebung vereinigt zu finden.
„Sonnenſchmidt,“ überlegte er,„iſt unternehmend, gewiſſenhaft und in neueſter Zeit kann man ihn den Frommen beizählen. Zudem hat er bei der Schatz⸗ erhebung doppeltes Intereſſe; außer ſeinen Procenten wird er wahrſcheinlich ſogleich ſein Guthaben anzie⸗ hen, was mir, bei Lichte beſehen, ziemlich einerlei iſt, denn der Inſpector iſt wahrhaftig nicht der ange⸗ nehmſte Gläubiger.“
Langſchädel hatte alſo ſo Unrecht nicht, als er ſich an der Thür Sonnenſchiidt's nicht ſogleich wollte abweiſen laſſen. Er hatte auch nicht gelogen wegen der„Sache von außerordentlicher Wichtigkeit.“


