Teil eines Werkes 
8. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 3. Theil (1853)
Entstehung
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ſeit langer Zeit den Kopf, ein Mittel ausfindig zu machen, aus der ſchlimmen Lage herauszukommen. Dieſer Gedanke beſchäftigte ihn Tag und Nacht. Mit der Lotterie war's nichts. Er hatte unzählige Mal ſein Glück verſucht; ſtets nur waren Nieten zum Vorſchein gekommen. Da wollte es der Zufall, daß ihm eines Tags ein Buch in die Hände gerieth, deſſen Verfaſſer die Kunſt entdeckt hatte, diejenigen Orte ausfindig zu machen, wo Schätze vergraben lägen. Jedem Unbe⸗ fangenen mußte einleuchten, daß das ganze Machwerk nur, wie ſo häufig vorkommt, aus buchhändleriſcher Speculativn und in der Abſicht gedruckt worden, dunch den verführeriſchen Titel Käufer anzulocken. Der Autor, um ſeinen leicht zu täuſchenden Leſern ſo glaub⸗ bar wie möglich zu erſcheinen, hatte die ernſteſte Miene angenommen, und trug ſeine Thorheiten und Hirnge⸗ ſpinnſte in faſt wiſſenſchaftlichem Style vor. Er ſprach 6 ein Langes und Breites von dem Einfluß der Me⸗ talle auf das vegetabiliſche und animale Leben, und welche Wirkungen nicht allzutief vergrabene Gold- und Silbermaſſen auf die darüber grünende und blühende Pflanzenwelt hervorbrächten, die allerdings nur von Demjenigen zu erkennen wären, der mit Einſicht und Verſtand vorliegendes Buch ſtudire.

Für Langſchädeln, der, was wiſſenſchaftliche Bil⸗ dung anbelangte, auf ſehr niederer Stufe ſtand, konnte es, namentlich wenn man ſeine ſteten Geldverlegen⸗ heiten in Erwägung zog, keine hnreißendere Lectüre geben, als dieſes Schatzgräberbuch. Er betrachtete das zufällige Auffinden deſſelben für einen Wink des Him⸗ mels, denn für ſeine häuslichen Umſtände ſchien die⸗ ſes vortreffliche Buch eigends geſchaffen.

Der Lieutnant ſtudirte mit einer Wißbegier das neue Evangelium, als wolle er Buchſtaben für Buch⸗