Teil eines Werkes 
8. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 3. Theil (1853)
Entstehung
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aber gleich darauf mit der Nachricht zurück, der Herr Lieutnant wolle ſich nicht abweiſen laſſen; er wiſſe, daß der Herr Inſpector zu Hauſe ſei.

Sonnenſchmidt gerieth durch dieſe Zudringlichkeit noch mehr in Harniſch.

„Was weiß dieſer Leichtfuß,“ rief er,„nichts weiß er; ich bin einmal nicht zu Hauſe; ich muß das doch ſelber am beſten wiſſen.“

Die Haushälterin entfernte ſich und kehrte aber⸗ mals zurück.

„Der Herr Lieutnant,“ referirte ſie,„beſteht dar⸗ auf, vorgelaſſen zu werden; er habe dem Herrn In⸗ ſpector eine Sache von außerordentlicher Wichtigkeit mitzutheilen.“

Wenn man dem Inſpector auch gerade keine große Neugier zum Vorwurf machen konnte, ſo war er doch von einer mäßigen Wißbegier nicht frei zu ſprechen.

„Eine Sache von außerordentlicher Wichtigkeit,“ dachte er bei ſich,„was könnte das ſein; und wie ſollte Langſchädel dazu kommen? Wenn er blos pum⸗ pen wollte, würde er nicht den Muth haben, mit ſol⸗ cher Beharrlichkeit auf einer Unterredung zu beſtehen. Er würde fortgegangen und zu einer gelegnern Zeit wiedergekommen ſein. Es muß etwas dahinterſtecken, wie unglaublich es ſcheint; aber bei Gott iſt kein Ding unmöglich!“

Nach dieſen und ähnlichen Reflexionen beſchloß der Inſpector, Langſchädeln vorzulaſſen.

Bevor wir aber zu dieſer merkwürdigen Unterre⸗ dung kommen, die zwiſchen dem Inſpector und dem Lieutnant ſtattfand, müſſen wir über letztern noch einige Worte vorausſchicken:

Langſchädel, wie bereits erwähnt, befand ſich ſtets in finanziellen Beängſtigungen. Er zerbrach ſich ſchon