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„Was ſchwatzeſt Du?“ erwiederte der General, „war es nicht ſeit geraumer Zeit mein ſehnlichſter Wunſch, mich mit dem Hofcommiſſair auszugleichen, aber ließ es denn der Bock, für welchen ich die tiefun⸗ terſte Hölle noch viel zu gut halte, dazukommen? Ich ließ ſogar einmal, ohne Vorwiſſen meines Advvcaten⸗ durch die dritte Hand meinem Gegner einen Vergleich anbieten, ich darf die Summe gar nicht nennen, die ich bot; aber dieſer Böſewicht erklärte geradezu, daß es ihm nicht um mein Geld, ſondern um ſein Recht zu thun ſei.“
„Gewiß,“ verſetzte Beifuß,„hat der Doctor Bock den Herrn Hofcommiſſair erſt recht erbittert, weil dieſer von keinem Vergleiche wiſſen will.“
„Es iſt wohl ein Satan ſo ſchlimm wie der an⸗ dere,“ erwiederte mürriſch der General;„doch nein, da thu' ich dem Hofcommiſſair doch zu viel; es kann ein Menſch ſchon ſehr verworfen ſein, aber dem Bock reicht ſo leicht Keiner das Waſſer.— Doch, Beifuß, daß wir nicht Eins in's Andere reden, vergiß meinen Auftrag nicht und laß Haus und Garten ausbieten, ſo bald als möglich, gleich in einer der nächſten Nummern.“
Der Kammerdiener wollte ſeinem Herrn den Ver⸗ kauf ausreden, aber der General blieb unbeweglich.
„Nein, Beifuß,“ ſprach er,„ſpar' Deine Worte; ich dächte, Du ſollteſt ſo viel Einſehen haben, daß ich dieſes rohe Fabrikvolk, ihren edlen Hofcommiſſair an der Spitze, in Triumph und unter Sang und Klang und Paukenſchlag nicht durch die ſtilien Räume meines Gartens kann zichen laſſen. Denke nur, welch' ein Hoſiannah dieſe verderbte Menſchheit anſtimmen wird, daß ich endlich nach zehnjährigem, beiſpielloſem Prozeſſe und Geldverluſte dennoch unterlegen bin. Ich glaube, der Hofcommiſſair iſt im Stande, zur


