Teil eines Werkes 
7. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 2. Theil (1853)
Entstehung
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vollen Prozeſſes nicht der Bemerkung, daß das geſell⸗ ſchaftliche Verhältniß zwiſchen dem Hofcommiſſair und dem General ebenfalls kein freundſchaftliches war. Die Beiden wichen ſich ſchon von weitem aus. Die ade⸗ lige Coterie benutzte die Spannung mit dem General

nach Kräften. Sie war bemüht, den Eccarius bei

dem alten Kriegsmanne ſo ſchwarz als möglich anzu⸗ malen, ſo daß Kirchner oft hoch und theuer ſchwur, er hielte in unſrer aufgeklärten Zeit zwar nichts mehr vom Hängen, aber wenn er dieſen nichtswürdigen Hofcommiſſair könnte hängen ſehen, wolle er auf der Stelle funfzig Louisd'or für den erſten Zuſchauer⸗ platz erlegen, um der Geſchichte ſo nahe wie möglich zu ſein.

Doch wir kehren nach dieſem Abſchweife auf den Neukirchner Harmonieball zurück.

Nachdem der General Kirchner die jungen Adeli⸗ gen nach dem Tanzſaal zurückgetrieben hatte, wandte er ſich wieder zu Willern.

Kommen Sie, mein Herr Student, ſprach er, mit vielem Wohlwollen,laſſen Sie ſich deshalb, daß Ihnen ein einfältiges Mädchen einen Korb gegeben, vom Tanze, wenn Sie ſolchen lieben, nicht abhalten. Kommen Sie, ich ſelbſt will Ihnen ein hübſches Däm⸗ chen ausſuchen helfen, daß Ihnen, wenn ich Sie vor⸗ ſtelle, gewiß keinen Korb geben wird.

Willer über die unerwartete Wendung, welche durch die Intervention des wackern Generals die Dinge ge⸗ nommen hatten, eben ſo überraſcht wie erfreut, wan⸗ delte ſehr heitern Sinnes an Kirchner's Seite nach dem Saale.

Der hohe Adel, welchtt unmittelbar nach dem Hinweggange der Frau von Ponikau mit ihren Töch⸗ tern gleichfalls die Abſicht gehabt, den Ball zu ver⸗