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5 Der alte Krieger, welcher an die Servitut ſeit langen Jahren mit keiner Sylbe gedacht und das auf ſeinem Grundſtück laſtende Recht des Fabrikbe⸗ ſitzers total vergeſſen hatte, glaubte jetzt in der That, es rapple mit dem Unbekannten. Er betrachtet ſich denſelben genauer, um vielleicht aus deſſen ſonderba⸗ ren Geberden oder ſtarrem Blicke die Gewißheit ſeiner Vermuthung beſtätigt zu finden.
Er wußte 3 was er auf die irrfinnige Rede
erwiedern ſollte, als der Hofcommiſſair fortfuhr:
„Es ſcheint ei Ihnen, Herr General, ganz in Vergeſſenheit gerathen zu ſein, daß Sie dem Beſitzer der Neumühle einen Fahrweg durch Ihren Garten unterhalten müſſen; und dieſe pvetiſchen Blumenbeete hier ſehen nicht wie eine proſaiſche Straße aus.“
„ Der General glaubte noch immer mit einem Ver⸗
5 rückten zu thun zu haben, als ihm der Hofcommiſſair die Sache faßlicher aus einander ſetzte. Jetzt erſt begann es in ſeinem Innern ein wenig zu tagen. Er beſann ſich auch, wiewohl nur ganz dunkel, einmal von einer Servitut haben erzählen zu hören. Hatte er indeß damals ſchon dieſes Recht für eine an ſich
höchſt unbedeutende Sache gehalten, ſo erſchien es
ihm jetzt wo möglich noch unbedeutender, ja wahrhaft lächerlich.
Wenn der General, der allerdings, was die edle
Rechtsgelahrtheit anlangte, als kein großes Licht gel⸗
ten konnte, das gute Recht des Hofcommiſſairs nicht
ſo gar en bagatelle behandelt hätte, ſo würde ſich
Letzterer vielleicht zu einer billigen Ablöſungsſumme
der Servitut haben bereitwillig finden laſſen. Auf
4 die Art und Weiſe aber, wie der General ſich aus⸗ ſprach, durfte man dem Eccarius nicht kommen. Je ſpaßhafter der alten Exeellenz der Gedanke er⸗


